Wo Norwegen zu Ende ist oder – Grense Jakobselv, Landschaftshighlight in der Finnmark

Immer dasselbe. Wieder mal mit dem Schiff in Kirkenes an der russischen Grenze. Und da es ja immer heisst, dass die Gegend vor allem wegen ihrer Landschaft punktet, erwartet mich heute ein besonderer Landschaftsleckerbissen. Grense Jakobselv, ganz im Norden der Provinz mit Blick auf die Weite der Barentssee. Für gewöhnlich komme ich da nicht hin, aber heute habe ich einen persönlichen Chauffeur, denn eine meiner Freundinnen wohnt direkt in Kirkenes und hält ihren SUV für eine Ausfahrt bereit. Ok, das Wetter hat sich nicht in sein bestes Kleid gewandet, kühl ist es und nebelig. Aber wer wird sich von so etwas abhalten lassen, schliesslich ist es Norwegen und nicht die Karibik.

Wir starten also in Richtung russische Grenze und machen einen kleinen Abstecher zum offiziellen Grenzübergang. Der interessiert uns heute aber wenig, denn man sieht ohnehin nicht mehr als das Schild, dass der Schengen-Raum hier endet. Vor dem Grenzübergang biegen wir deshalb links ab Richtung Norden, quasi immer an der Grenze entlang. Die verläuft auch direkt durch den Fluss. Alle paar Meter steht ein hübscher gelber Grenzstein, auf der anderen Seit des Flusses, der mehr ein Rinnsal ist, die Grenzsteine von Russland. Eins, zwei, drei könnte man drüben sein, ausprobieren kommt teuer. Die Fische im Fluss haben natürlich Sonderrechte. Sie dürfen munter über die Grenze im Fluss hinweg nach Russland schwimmen und zurück. Angeln darf man sie aber nur wenn man norwegischer Staatsbürger ist oder mindestens ein Jahr hier lebt. Die Ausgabe von zwanzig Angelscheinen pro Jahr schreit nicht gerade nach Massenandrang. Wir begnügen uns damit auf der norwegischen Seite zu bleiben. Aber aus dem Auto steigen kann man ja mal. Das tun wir bei den Grenzsoldaten, die am Feuer in einem kleinen Unterstand sitzen.

Sie laden uns auch gleich ein am Feuerchen Platz zu nehmen und wir halten einen kurzen Plausch. Man könnte ja meinen, dass der Job hier oben doch eher stinklangweilig ist. Aber nein. Auf diesem Posten sind nur die besten der norwegischen Armee, man schlägt sich förmlich darum an der russischen Grenze stationiert zu sein und zu den Russen hat man auch ein entspanntes Verhältnis. Soldatenfreuden.

Nach unserem Rendezvous geht es weiter. Die Strassen könnten gelegentlich eine Sanierung gebrauchen. Ein Schlagloch reiht sich an das andere und wir hüpfen fröhlich von einem zum nächsten. Zwischendurch müssen wir den Schneehühnern und Hasen ausweichen, die munter über die Strasse huschen. Der Nebel hängt tief in den Bergen, so dass man meint, man ist auf dem platten Land. Weit gefehlt. Wir passieren das älteste Gebirge Norwegens – wenn man denn etwas davon sehen könnte. Immerhin können wir die zahlreiche Findlinge bewundern, die die letzte Eiszeit hier grosszügig verteilt hat. Riesig sind sie, teilweise von der Grösse eines Einfamilienhauses. Dass Wasser so viel Kraft haben kann dieses ganze Geröll mit sich zu schleifen. Unglaublich. Noch viel unglaublicher ist das, was ich höre, als wir aus dem Auto steigen: absolut nichts. So eine friedliche Stille habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Als wolle einem die Natur sagen, dass man doch einmal innehalten möge um die Ruhe in sich aufzunehmen. Herrlich. Das mit dem Ruhe tanken müssen wir heute verkürzen, denn wir wollen ja noch weiter.

Copyright: insidenorway

Langsam beginnt der Nebel sich zu lichten und man kann ahnen wie atemberaubend es hier erst ist, wenn man freie Sicht hat. Als wir um die letzte Kurve biegen, liegt die Barentssee direkt vor uns. So fantastisch, so karg und gleichzeitig so idyllisch, dass wir völlig gebannt sind. Sogar einen kleinen Sandstrand gibt es hier, aber die Wassertemperatur ist eher von der Kategorie: ungemütlich. Ich nehme ein unfreiwilliges Fussbad, während ich versuche ein paar Unterwasseraufnahmen zu schiessen. Kaaaaaaalt. Ewig könnte man hier sitzen, picknicken und die fabelhafte Ruhe geniessen. Den Blick auf die schroffe Landschaft muss man einfach nur aufsaugen.

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Den gleichen Weg geht es nun zurück. Siebzig Kilometer bis Kirkenes. Am liebsten würde ich an jeder Ecke aussteigen um in Ruhe zu fotografieren, aber auch als Reiseleiterin habe ich nicht das Privileg, dass mein Schiff auf mich wartet. Wir halten aber noch kurz an der König-Oskar-II.-Kapelle. Die thront hübsch auf einem kleinen Hügel und heisst so, seit selbiger König sie 1873 besucht hat. Zu ihrer Jahrhundertfeier hat man sie wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. Überall sonst bleiben nur kurze Stopps um schnell ein paar Fotos zu schiessen. Eben geniessen im Schnelldurchgang. Der Nebel verzieht sich mittlerweile immer weiter und man bekommt eine leise Ahnung wie das Bergpanorama aussieht, wenn freie Sicht herrscht.  Atemberaubend. Wir fahren vorbei an Seen, wo sich die Boote ans Ufer schmiegen, mehr Idylle geht nicht. Die Lupinen sprenkeln die Wiesen mit lila Farbtupfern, entzückend, auch wenn sie in Norwegen mittlerweile zur Plage geworden sind und man ihrer fast nicht mehr Herr wird.

Nach einer guten Stunde sind wir zurück in Kirkenes und ich befinde, dass es sich absolut lohnt mit ausreichend Zeit noch einmal hierhin zurück zu kehren. Fazit: wer in der Finnmark unterwegs ist, sollte dieses Stückchen Grenznorwegen unbedingt einplanen. Hier erlebt man Natur in ihrer ursprünglichsten Form, die nicht überlaufen ist, bestens geeignet für echte Entschleunigung! Ausprobieren!

Nachstehend ein kleines Video unserer Spritztour.

 

 

Wo Norwegen und Russland sich küssen oder: wie man zu einem Grenzgang der Extraklasse kommt!

Ja ja, wieder einmal war ich in Kirkenes und damit dort, wo Russland ganz nah ist, in Spuckweite sozusagen. Zeit für eine neue Grenzerfahrung. Am offiziellen Übergang von West nach Ost war ich ja durchaus schon öfter, aber den Blick auf Schlagbaum und Hinweistafel, dass hier der Schengen-Raum endet, kann man nicht zu den essentiellen Lebensbegehrlichkeiten zählen. Deshalb habe ich die Flussbootsafari ausprobiert, die einen auf dem Grenzfluss, dem Pasvikelva bis kurz vor Putins Reich bringt. Doch von vorne.

Am Flussufer unweit des Zentrums von Kirkenes geht es los. Vor allem damit, sich erst einmal mit kleidsamen Rettungswesten in leuchtschmeichelorange auszustaffieren, die selbst Models in Michelinmännchen verwandeln. Aber Sicherheit geht ja bekanntlich vor. So suche ich also fröhlich nach allen Strippen die irgendwie, irgendwo runterhängen um alles hübsch in die richtigen Vorrichtungen einzuklinken. Schon jetzt haben alle Teilnehmer einen Heidenspass. Am Steg wartet unser Holzboot „Trifon“, benannt nach einem Mönch, der sich im 16. Jahrhundert in dieser Gegend vor seinen Verfolgern versteckte und der sich nur retten konnte, weil er eine kleine Grotte fand, in die er sich wirkungsvoll verkriechen konnte.

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Einsteigen bitte. Einzeln klettern wir nun alle in das Boot, was schnell zur Schaukelanlegenheit werden kann. Also werden wir wohlweislich platziert, damit wir nicht schon im Hafen direkt kentern. Rettungswesten sind ja schön und gut, aber wir möchten sie ja nicht unbedingt gleich ausprobieren. Wir sind voll besetzt und sitzen dicht an dicht, aber durchaus komfortabel. Los geht es nun den Fluss entlang und regelmässig machen wir Halt um den Geschichten und Anekdoten zu lauschen, die sich einst hier zugetragen haben und natürlich legen wir auch einen Stopp an der Höhle ein, wo besagter Mönche seinen Verfolgern entkam. Orthodoxe kommen bis heute hierher um dem Ereignis mit Gesängen zu gedenken.

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Von den ehemals reichen Lachsbeständen ist heute nicht mehr viel zu sehen, eher gar nichts mehr. Die Russen befanden, dass ein Kraftwerk hier von unbedingter Notwendigkeit ist und stellten es 1960 hier auf, nur die Lachstreppe haben sie vergessen. Also zog der rosa Fisch sich zurück und beendete die Ströme von Anglern, die jahrelang von überall herkamen um sich mit den Fischlein umfangreich zu bevorraten. Vorbei die Lachsherrlichkeit. Weiter fahren wir auf dem Fluss unter zwei Brücken hindurch und erreichen schliesslich unser Ziel: die Grenze. An dieser Stelle verläuft sie mitten durch den Fluss. Da saust man schnell mal vorbei, wenn man die Grenzsteine am Ufer nicht beachtet. Aber das wäre der weiteren Freizeitgestaltung nur bedingt zuträglich. Obwohl man nichts von ihnen sieht, haben die Russen die Grenze wie ein Luchs im Blick. Und auch die Norweger haben ein Auge auf das Territorium. Big Daddy is watching you. Eigenartiges Gefühl.

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Uns soll das natürlich nicht kümmern, denn schliesslich bleiben wir ganz brav auf der norwegischen Seite und legen mit unserem Boot an. Hier steht das Barentssafari Sommercamp, ein herzallerliebst gebautes Idyll mit samischem Lavvuu, Aussichtsterrasse, Grillplatz und viel Gemütlichkeit. Gebaut ist alles aus sibirischer Kiefer, ein äusserst widerstandsfähiges Bäumchen und hervorragend geeignet um alles daraus herzustellen, was den ungemütlichen Wetterbedingungen hier oben standhalten soll. Wir steigen also aus unserem Boot, bemüht wenig Geschaukel zu verursachen und hangeln uns auf dem Steg zum Ufer. Da er nicht gemacht ist für Extrembelastungen, tippeln wir in hübschem Abstand hinüber, denn wir wollen ja kein unfreiwilliges Fussbad nehmen. Im Camp angekommen ist uns nichts lieber, als die Rettungswesten für eine Weile abzuschmeissen. Herrlich diese Bewegungsfreiheit. Danach bekommen wir eine Lektion über das frühere Leben im Grenzgebiet und auch darüber, warum sich die Grenzlinie hier in so etwas wie einem Zick-Zack-Verlauf austobt. Gebietsverteilungsdeals ziehen so etwas eben manchmal nach sich.

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Von hier ist die Grenze kaum mehr als ein paar Meter entfernt. Und natürlich wollen wir so nah wie möglich dran. Also machen wir uns über einen kleinen Steg auf den Weg. Das blaue Schild, dass hier der Schengen-Raum endet, steht natürlich auch hier. Und dann stehen wir tatsächlich genau zwei Meter von Russland entfernt. Gelb markiert Norwegen, rot-grün Russland. So nah und doch so fern, denn eine Grenzüberschreitung wäre fatal. Die Russen kennen da keinen Spass. So achten wir denn auch penibel darauf, dass wir uns keinen Schritt von gelb nach rot-grün bewegen, nicht mal die Kamera sollte man am ausgestreckten Arm nach Russland halten, will man sich nicht in Begleitung russischer Grenzsoldaten wiederfinden. Und die saftige Geldstrafe würde die Ausflugslaune auch nicht heben. Deshalb verzichten wir auf ein solches Erlebnis und geniessen den Hauch von Russland eben so.

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Nachdem wir die Grenzlinie ausgiebig begutachtet haben und natürlich auch das obligatorische Erinnerungsfoto gemacht worden ist, gibt es etwas zur Stärkung. Kaffee und Multebeeren mit Sahne. Süss und vitaminreich und unheimlich lecker. Mit unserem Kaffee in der Hand halten wir einen Plausch auf der Terrasse, trotzen der Tatsache, dass wir non-stop von den Unsichtbaren beobachtet werden und geniessen den Blick in die herrliche Natur.

Dann ist es Zeit zurück zu fahren. Also wieder rein in die Rettungswesten, die hatten wir doch schon so schön vergessen. Einsteigen die zweite und diesmal sind wir dabei schaukelfrei. Wir lernen eben schnell. Auf dem Rückweg bekommen wir noch eine kleine Dusche als Ausflugszugabe. Der Wind hat aufgefrischt und bläst uns die Wellen hübsch ins Gesicht, wir nehmen es als Beauty-Treatment für den Teint. Nicht lange und wir sind zurück am Ausgangspunkt und alle sind wir uns einig, dass wir noch länger hätten bleiben wollen.

Ich muss sagen: Barentssafari hat mit der Flussbootsafari einen Ausflug im Programm, der ein echter Geheimtipp in Kirkenes ist und der einen so nah an die russische Grenze bringt wie kein anderer. Die fabelhaften Guides tun ihr Übriges dazu. Also Leute: do it!

Zu Barentssafari geht es hier.

 

Von Kjøllefjord nach Mehamn oder: das Paradies der Sami !

Ja, schon wieder unterwegs ganz im Norden. Diesmal zu den Sami. Und die leben ja bekanntlich im Norden. Von Kjøllefjord aus machen wir uns auf zu ihnen und wissen nicht, was uns erwartet. Wieder geht es durch die Tundra, dorthin, wo des Rentiers Paradies ist. Die Herden sind hier teildomestiziert und die Sami wissen welche Tiere zu ihrer Herde gehören. Groß sind sie, die Herden, denn das Rentiergeschäft ist nicht mehr das, was es mal war. „Bloß nicht fragen wieviele Rentiere ein Sami besitzt“ wurde mir gleich eingebleut. Das ist ungefähr vergleichbar damit seinen Kontostand offen zu legen.

Eilo und seine Frau erwarten uns schon und beide tragen ihre traditionelle Tracht, die an Farbe nicht mehr strahlen könnte. Meine Fähigkeit auf samisch zu kommunizieren beschränkt sich auf „puorre päiwi“, was soviel wie „Guten Tag“ heißt.  Von der samischen Sprache werde ich später noch mehr hören.  Wir betreten das  Lavuu, das traditionelle Zelt der Sami und obwohl es draußen heute mehr als kühl ist, ist es drinnen mollig warm.  Da das Lavuu Wohnzimmer, Schlafzimmer und Küche in einem ist, platziert man das Feuer eben in die Mitte. Da wärmt es nicht nur das Essen, sondern auch  die Bewohner. Und ja, es ist erstaunlich warm hier drin. Damit wir auch von innen gewärmt werden, gibt es zur Begrüßung gleich eine Rentierbrühe. Heiß ist sie, nach Rentier riecht sie, lecker ist sie.

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Klar, dass die Sami das Geschirr, in dem serviert wird, selbst herstellen. Überhaupt verwenden sie über das Fleisch hinaus alles vom Rentier um daraus Alltagsgegenstände zu machen. Das Fell bildet natürlich einen Großteil ihrer Winterkleidung und Eilo zeigt uns ein paar Stücke. Wer jemals ein Rentiercape übergestreift hat, versteht, dass Rentiere nicht frieren. Hier im Lavuu verfällt man innerhalb von zwei Minuten in Schweißausbrüche. Kein Wunder also, dass mit Rentierschuhen kalte Füße passé sind.

Während wir noch unser Süppchen schlürfen, erzählt Eilos Frau vom Leben der Sami, ihren Gewohnheiten und ihrer Tradition. Und natürlich bekommen wir eine Kostprobe der samischen Sprache. Dabei scheitern wir schon an den Zahlen von eins bis zehn, zu anders sind die Wörter für das mitteleuropäische Ohr. (Und ich dachte, nur norwegische Dialekte zu verstehn sei schwer!) Und wo man so gemütlich ums Feuer sitzt, erfreut uns Eilo mit dem Joik, dem traditionellen Gesang der Sami. Sie besingen so Tiere, Menschen und Naturphänomene und fühlen sich dem Besungenen so nah. Wunderschön.

Copyright: insidenorway

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Draußen stehen natürlich die Rentiere. Sie weiden genüßlich das Moos ab und lassen sich sogar von uns füttern. Rentierglück. Zutraulich sind sie nicht gerade, aber schließlich sind sie ja auch nur HALB domestiziert. Und wer lässt sich schon gerne von Fremden streicheln. 😉 Lässt es eines der Tierchen aber dann doch mal zu, erfreut man sich an ihren herrlich weichen Schnuten und dem warmen Atem.

Ob wir es aber zum Rentierhalter bringen können, dürfen wir gleich testen. Üblicherweise werden sie mit dem Lasso eingefangen und wir dürfen mal probieren. Damit wir keins der Tiere aus Versehen in den Rentierhimmel befördern, hat Eilo sozusagen ein Übungsrentier aufgestellt. Geweih auf Pfahl erscheint mir anfängerfreundlich, zumal dieses „Rentier“ brav stehen bleibt, wenn man versucht es mit dem Lasso einzufangen. Eilo zeigt uns wie man das Lasso hält und wirft. Sieht eigentlich ganz einfach aus. Nach zwanzig Versuchen gebe ich auf, beobachtet von den Rentieren auf der Koppel, die wahrscheinlich gerade denken: „Glück für uns!“ 😉

Nach gut zwei Stunden in der Welt der Sami fahren wir weiter Richtung Mehamn, wo unser Ausflug für dieses mal endet. Eilo hat uns mit seinem Joik ein Stück mitgenommen, in die Natur, in seine Welt, in seine Tradition. Das macht Lust auf mehr! 🙂

Von Adler bis Wal ist alles drin oder Tiersafari nordic Style !

Ok, das ein oder andere Tier fällt wohl jedem zum Thema Norwegen ein, vor allem der Lachs, der ja beim ein oder anderen gerne mal auf dem Teller liegt. Da man unter Wasser aber meistens eher weniger in freier Natur unterwegs ist, bringt es doch viel mehr Spaß, den Rest von Norwegens Tierwelt genauer zu begutachten. Lieblingsdiskussionsthema ist natürlich: der Wal! Nun ja, das mit dem Walfang lässt mich auch nicht in Begeisterungsstürme verfallen, aber der Norweger ist da in seiner Ansicht eigen. Mir gefällt es dann auch besser, die Riesen zu beobachten, wenn sie sich an der Wasseroberfläche zeigen. Und da Wale ja bekanntlich Säugetiere sind, braucht man auch nicht gleich ins kühle Nass um sie zu beobachten. Per Boot geht das natürlich am elegantesten, weil man nah rankommt, aber die Tierchen so trotzdem in Ruhe ihrer Lieblingsbeschäftigung, der Heringsjagd, nachgehen können. Auf den Lofoten zählt das für Buckelwale und Orcas geradezu zum kulinarischen Saisonhöhepunkt.

Copyright: Marten Bril / www.visitvesteralen.com / Andøy, Øksnes

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Und wenn man schon dort ist im Walbeobachtungsglück, kann man gleich im Trollfjord weitermachen. Seeadler und so. Bis 2,5 Meter Flügelspannweite macht sie unübersehbar. Und man möchte sich lieber nicht vorstellen, was sie möglicherweise Unerwünschtes im Flug fallen lassen. Besser ist da schon mit dem Boot rauszufahren und ein üppiges Fischbuffet an Bord zu präsentieren. So kann man die stolzen Vögelchen dabei beobachten, wie sie über dem Boot in der Luft kreisen, gierig etwas vom Fisch zu ergattern. Tun wir ihnen den Gefallen. Also geht das Buffet nach einiger Zeit zur Freude der Seeadler über Bord und als ordentlicher Vogel taucht man ins Wasser um sich die Beute schmecken zu lassen.

Copyright: Marten Bril / www.visitvesteralen.com / Andøy, Bø, Hadsel, Lødingen, Sortland, Øksne

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Und wo wir gerade bei den fliegenden Bewohnern des Landes sind: alles, was außer dem Seeadler noch so rumfliegt, lässt sich unweit des Nordkapps beobachten. Allerdings muss man sich zur größten Vogelkolonie auf der Inselgruppe Gjesværstappan per Boot hinbequemen. Am besten vom Fischerort Gjesvær aus. Man begibt sich in das Reich der Papageientaucher, die sich hier zusammengefasst als größte Kolonie der Finnmark angesiedelt haben. Dementsprechend ist die Geräuschkulisse, vor allem, weil sich unter das Papageientaucherisch noch Möwisch,  Kormoranisch, Basstölpelisch und allerhand andere  gefiederte Sprachen  mischen. Die Vogelwelt befindet sich eben in angeregter Unterhaltung.

Wer weniger dem Vogelkrach zugetan ist, geht auf Rentierschau. Die sind auch deutlich ruhiger. Auch dazu bewegt man sich vorzugsweise in Nordnorwegen, in der Finnmark tummeln sie sich besonders gern. Im Sommer trifft man sie gelegentlich auch an Tunneneingängen, sehr zur Freude der Ausflugsbusse, die dort erstmal anhalten müssen um den Gesellen klar zu machen, dass sie einen Schritt zur Seite treten müssen, damit man passieren kann. Aber als Rentier hat man es eben so herrlich schattig an Tunneleingängen, denn schließlich sind sie eher für Minusgrade gemacht und empfinden schon einstellige Plustemperaturen als tropische Hitze. Rentierleid. Auf der Halbinsel Nordkyn kann man sich dann mit der Kamera auf die Lauer legen, gute Sicht in alle Richtungen, saftige Vegetation um den Winterspeck anzufressen. Nordische Kombination.

Copyright: Trym Ivar Bergsmo / www.nordnorge.com / Hammerfest, Nordkapp

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Bleibt: der Elch. Ich persönlich habe ja noch nicht die Hoffnung aufgegeben, dass ich eines Tages einen sehen kann. Bisher ist mir noch keiner über den Weg gelaufen. Außer im Holmenkollen-Museum bei uns in Oslo. Größentechnisch flößen sie einem Respekt ein, allerdings haben sie auch etwas warmes. Und da auch außerhalb von Oslo eine Menge Elchwarnschilder stehen, müssen sie sich ja nun irgendwo im Dickicht aufhalten. Aufgabe für dieses Jahr also: halte Ausschau nach dem Elch. Rund um Oslo. Und anderswo in Norwegen. 🙂

Wo Husky und Schneemobil warten: Nordnorwegen !

Im Winter gibt es in Nordnorwegen ja reichlich Schnee, zugefrorene Fjorde und was sonst noch mit weiß und kalt zu tun hat. Was gibt es da besseres als aus kalt und dunkel eines der schönsten Wintervergnügen zu machen: die Schlittenfahrt. Man muss sich lediglich entscheiden, ob man mehr Tier oder Technik zugetan ist. Wenn man die relativ zarten Hündchen sieht, glaubt man eher weniger, dass sie in der Lage sind einen Schlitten samt Insassen zu ziehen und das auch noch gleich über Distanzen, bei denen jeder Normalsterbliche schlapp macht. Und doch muss man sich beeilen schneller im Schlitten zu sitzen als die Hunde losgelassen werden, ansonsten droht die Gefahr, dass der Schlitten OHNE Insassen lossaust. Und schließlich will man nicht in minus zwanzig Grad allein in der Kälte stehenbleiben, wo im Schlitten mollig warme Rentierfelle locken.

Copyright: Björn Klauer / www.nordnorge.com / Bardu

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Wo macht man´s? Nun ja, außer Schnee und nem Schlitten braucht man ja nicht viel. Ich persönlich finde es zauberhaft von Tromsø aus zur Huskytour zu starten. Da kann man sich gleich die fabelhafte Natur der Insel Kvaløya zu Nutze machen, auf der ja auch Teile von Tromsø liegen. Man muss sich nur entscheiden, ob man eher durch die Polarnacht, in der sich die Nordlichter besonders gut jagen lassen,  sausen will oder auch einen Blick auf Meer und Berge werfen möchte. Stirnlampe versus Sonnenlicht. Egal welche Variante es in den Favoritenstatus schafft, in beiden Fällen bekommt man den Hundeschlitten-Laufsteg-Look. Overall, Sturmhaube, Skibrille. Nicht wirklich was für Modefreaks, aber wer interessiert sich in minus zwanzig Grad schon für modisch. Hauptsache alles hübsch warm.

Copyright: Janina Graf

Copyright: Janina Graf

Nun zum Schneemobil: das hat auf jeden Fall den Vorteil, dass es nicht losfährt bevor man drauf sitzt. Vorzugsweise saust man damit durch die Finnmark. Zum Beispiel in Kjøllefjord. Fischergemütlichkeit, eine Handvoll Einwohner, die Weiten der Finnmark vor der Tür. Passt. Natürlich bekommt man für den automatischen Schlittenhund ne technische Einweisung, damit man nicht gleich in der ersten Kurve aus der Spur fliegt. Ansonsten funktioniert es ähnlich wie beim Langlauf, immer hübsch in der Spur des Vorgängers fahren. Ok beim Hundeschlitten kann man sich voll aufs Gucken konzentrieren, während man beim Schneemobil einen gewissen Anteil seines Augenmerks auf die Strecke richten sollte. Es sei denn man sitzt hinten, dann hat der Fahrer eben die Dumm-gelaufen-Karte.

 Copyright: Anne Olsen-Ryum / www.nordnorge.com / Hasvik

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Wer noch eins drauf setzen möchte, gibt sich dem Schneemobilfahren in Kirkenes hin. Da bekommt man noch den zugefrorenen Fjord als Sonderbonus dazu. Es sei denn man kommt zu früh oder zu spät, denn zugefrorene Fjorde haben die unliebsame Eigenart zum Frühjahr hin abzutauen und sich zum Winter hin mit einer tragfähigen Eisschicht Zeit zu lassen. Der Zwischendezemberundfebruarbesucher zieht das Glückslos.

Aber was ist denn jetzt nun besser? Tier oder Technik? Also ich kann nur sagen: am besten beides ausprobieren, weil beide Abenteuer so unterschiedlich sind, dass man keinem den Vorzug geben kann. Oder vielleicht doch? Also Leute: auf nach Norge und es selbst herausfinden! 🙂

 

Rudolphs Heimat oder wo die Rentiere wohnen – Finnmarks Weiten und Sami-Tradition

Jetzt, wo der erste Advent naht, denkt man ja wieder unweigerlich an Rentiere. Zeit also sich die pelzigen Kerlchen und ihre norwegische Heimat einmal näher anzuschauen. Bevorzugt ziehen sie ja in Herden durch die norwegische Landschaft und das wiederum tun sie gerne in der Provinz Finnmark. Schließlich leben da auch diejenigen, die traditionell immer von der Rentierhaltung gelebt haben und teilweise immer noch leben: die Sami.

Copyright: Anne Olsen-Ryum / www.nordnorge.com / Hasvik

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Wir starten in der Finnmarksvidda. Immerhin macht die Hochebene gut ein Drittel der gesamten Provinz aus und weil sie so kontinental liegt, gibt es hier auch gleich die kältesten Wintertemperaturen in ganz Norwegen. Die tiefste je gemessene Temperatur von -51, 4 Grad Celsius ist schon lange her, und im Vergleich dazu sind die heutigen Winter mit durchschnittlich -17 Grad mollig warm. Ja, der norwegische Norden ist nichts für Weicheier. Aber für Rentiere. Sie ziehen denn auch gemächlich durch die Weite der Finnmarksvidda, weitgehend ungestört von den Sami, die lediglich die schlachtreifen Tiere aussortieren und die Herden vor Raubtieren schützen. Jagd ist schon lange passé, man co-existiert in nomadischer Landwirtschaft. Ja, und weil Rentiere eben ziehen wie sie wollen – also auf den natürlichen Wanderrouten – steht man gelegentlich auch mit dem Auto auf der Straße oder im Tunnel und lernt Geduld zu üben wenn eine Rentierherde gemütlich ihres Weges zieht.

Copyright: Trym Ivar Bergsmo / www.nordnorge.com / Hammerfest, Nordkapp

Copyright: Trym Ivar Bergsmo / http://www.nordnorge.com / Hammerfest, Nordkapp

Und wenn man so da sitzt und die Tiere vorbei ziehen sieht, fällt einem unweigerlich auf, dass alle ein Geweih auf dem Kopf tragen. Ja, das ist die Besonderheit an ihnen. Sie sind die einzigen Hirschtiere, bei denen auch die weiblichen Tiere mit stattlichem Kopfschmuck ausgestattet sind. Den brauchen sie auch, wenn der Rentier-Herzbube der Herzdame im Winter mit den Hufen die Flechten ausgräbt und ein Konkurrent die Leckerei streitig machen will. Die Natur-Speisekarte für Rentiere ist im Winter ohnehin schon spärlich bestückt. Man frisst sich mehr im Sommer satt, wenn die Wiesen saftig sind und legt sich ordentlich Winterspeck zu. Rentier-Schönheitsideal. 😉

Zum Mißfallen der Rentiere landen selbige gerne bei den Sami auf dem Teller. Ja, und auch ich muss zugeben, dass Rentier-Geschnetzeltes mit Kartoffeln, Rosenkohl und frischer Preiselbeermarmelade etwas für sich hat.

Copyright: Ørjan Bertelsen / www.nordnorge.com / Tana

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Und wenn man schon in der Provinz Finnmark unterwegs ist, sollte man unbedingt in Kautekeino vorbei schauen. Denn erstens gibt es hier noch reichlich samische Tradition und wer will, kann im Lavvu, dem samischen Zelt übernachten. In punkto Platzangebot, Ofentauglichkeit und Geselligkeit kann da so ziemlich nichts mithalten. Kalt war gestern. Auch wenn das Feuer das Zelt gut einheizt, hüllt man sich aber selbstverständlich in Rentierfelle – was auch sonst. Die halten zusätzlich lecker warm. Bekommt man dann noch zusätzlich „bidus“ ist man im Sami-Suppenhimmel, zubereitet aus Fleisch, Kartoffeln und Karotten. Köstlich! Auf keiner samischen Hochzeit darf die Suppe fehlen.

Copyright: Magnus Ström / www.nordnorge.com / Sortland

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In Kautokeino – wo übrigens eindeutig mehr Rentiere als Menschen leben – konzentriert sich auch alles, was mit Ausbildung und Forschung in Bezug auf die Sami zu tun hat, die Samische Hochschule und das Nordisch-Samische Institut zum Beispiel. Vielleicht liegt deshalb über der Kommune auch so ein Hauch von nordischer Exotik. Man ist eben quasi ein bißchen außerhalb von Norwegen, auch wenn man sich natürlich de facto in Norwegen befindet. Aber das Gebiet hat den Zauber alter Tradition und Ureinwohner-Atmosphäre.

Ihre traditionelle Kleidung tragen die Sami fast nur noch bei Festlichkeiten, früher rundum aus Leder hergestellt, heute aus gewalktem Wollstoff, der in den meisten Gegenden blau leuchtet. Natürlich können die Sami an der Gestaltung die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gegend ablesen. Da ich das nicht kann, erfreue ich mich an den zauberhaft bunten Farben, Bändern, Tüchern und den typischen Schuhen mit hochgezogener Spitze. Natürlich haben die Farben ebenfalls eine Symbolik. Blau steht für den Himmel, gelb für die Sonne, rot für das Feuer und grün für die Erde. Eingängig nachvollziehbar und auch in der samischen Flagge farblich verankert.

Fazit: wer die Gelegenheit hat im äußersten Norden des Landes vorbei zu schauen bekommt eine üppige Portion Natur, Tradition und Besonderheit. Oh, und Nordlichter gibt es auch. Ausprobieren! 🙂

Viel Tier, wenig Mensch – Norwegen extrem in der Provinz Finnmark

Ganz im Norden, ganz dünn besiedelt, ganz große Provinz, ganz lange Polarnacht, ganz lange Zeit der Mitternachtssonne. In der Provinz Finnmark ist eben alles ganz speziell. Im Moment ist es ganz hell. 24 Stunden am Tag. Aber in knapp zwei Wochen kehrt die Nacht zurück. Ganz zaghaft. Immerhin dauert sie am 30. Juli 45 Minuten. Nach zweieinhalb Monaten Dauertageslicht. Aber Tier und Mensch leben damit. Und zwar auf gemütlich viel Raum. Bei 1,5 Einwohnern pro km² kann man Nachbarschaftsstreitigkeiten getrost vergessen. Wer hier auf Wanderschaft geht, trifft eher auf ein Rentier als auf einen Einwohner.

Copyright: CH - visitnorway.com

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Ja die Tierwelt ist hier überhaupt ein großes Thema. Mit dem Auto unterwegs? Ja dann wartet man eben mal länger, wenn eine Rentierherde ganz gemütlich kreuzt. Wer nicht so Hirschfreund ist, der kann sich aber auch an den hiesigen Vögeln ergötzen. Derer gibt es hier besonders viele. Hier ist man als Vogel eben ungestört und kann nach Herzenslust seine Eier ausbrüten. Und die Winter sind nur verhalten streng. Vogelparadies sozusagen.

Copyright: Asgeir Helgestad/Artic Light AS/visitnorway.com

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Wenn man dann doch einmal ein menschliches Wesen findet, sind es meistens Sami. Ja sie leben hier in rauen Mengen. Also insofern, dass von 70.000 Einwohnern der Provinz 50.000 Sami sind. Und sie leben noch ganz ursprünglich im Einklang mit der Natur. Wer in der Finnmark zu Gast ist erfreut sich an ihren traditionell bunten Trachten, ihrem Umgang mit den Rentieren, ihrem ganzen Lebensstil. Und wer einmal abends an einem Sami-Lagerfeuer gesessen hat, braucht danach kein städtisches Leben mehr. Oder sagen wir vielleicht nur noch reduziert. 😉

Copyright: Terje Rakke/Nordic Life - Visitnorway.com

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Ganz verhalten kann aber auch der Stadtaffine seiner Leidenschaft fröhnen. In Alta zum Beispiel, der größten Stadt der Provinz mit immerhin knapp 20.000 Einwohnern. Aber das ist nur Nebensache. Viel besser ist, dass man von hier aus zu Hundeschlittentouren aufbricht, das unglaublich blaue Licht genießt und sich den Nordlichtern hingibt. Ok, schon wieder mehr Natur als Stadt. Aber immerhin steht in Alta die Nordlyskatedralen (Nordlichtkathedrale). Ich finde ja, dass das Nordlicht hier perfekt in ein Gebäude gefasst wurde. Außen Spirale in den Himmel, innen die wogenden Lichtvorhänge der Nordlichter als LED-Vorhang. Ja, das ist Natur und Architektur in Einklang.

Copyright: CH - Visitnorway.com

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Den ganz hart gesottenen winkt noch ein besonderes Erlebnis. Allerdings muss man dafür im Winter anreisen. Am 15. Dezember öffnet wieder das Sorrisniva Igloo Hotel. Dann ist es schon wieder 24 Stunden dunkel und man kann sich gemütlich ins Bett kuscheln. Moment, sagte ich gemütlich kuscheln? Alles ist aus Eis hier. Lobby, Restaurant und ja: auch die Zimmer und demzufolge die Betten. Schnatter. Immerhin kuschelt man in Rentierfellen. Es ist eben das ganz andere Übernachtungserlebnis. 😛

Copyright: Terje Rakke/Nordic Life - Visitnorway.com

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Fazit: im Sommer wie im Winter gehört die Provinz Finnmark zu den Norwegen-Highlights. Am nördlichen Rand Europas besinnt man sich zurück auf das Wesentliche. Den Mensch im Einklang mit der Natur. Auszeit vom Alltag, Eindrücke sammeln, die einem niemand nehmen kann! Also hinfahren, Auszeit nehmen, neu booten!

Bei den Sami

Hoch im Norden leben sie, die Sami. Sami heißt „Sumpfleute“ und viele bestehen darauf als Sami und nicht als Lappen bezeichnet zu werden. Ich persönlich finde ja, dass man bei diesem Völkchen in eine völlig eigene Welt eintauchen kann. Am meisten fasziniert mich die traditionelle Tracht, die sich besonderer Farbenpracht erfreut und die Rentierwirtschaft, die die Sami halbnomadisch betreiben. Außerdem ist ihr Kunsthandwerk sehr beliebt und auch wichtige Einnahmequelle. Seit 1917 feiern sie am 6. Februar ihren eigenen Nationalfeiertag.