Ferrytales

Für gewöhnlich bereite ich ja immer jeden auf die horrenden Preise in Norwegen vor. Was aber wirklich zu den Osloer Highlights gehört und preiswert, nämlich für 50 Kronen, zu haben ist, ist die Überfahrt mit der Fähre von Akerbrygge nach Nesodden. Vorzugsweise macht man das an einem Tag mit intensiver Wolkenstimmung, denn dann wird man mit so eindrucksvollen Momenten belohnt wie Ihr auf den Fotos sehen könnt. 🙂

Expecting Christmas – Oslo weihnachtlich geschmückt

Ich habe ja wirklich schon einige Städte im vorweihnachtlichen Gewand gesehen, aber ich finde, dass Oslo in punkto Beleuchtungsdeko wirklich Maßstäbe setzt. Ok Norwegen muss nur verhalten auf Energiekosten achten, also findet man an so ziemlich jeder Straßenecke liebevoll arrangierte Tannenbäume noch und nöcher. Selbst die U-Bahn-Tunnel hat man nicht vergessen mit weihnachtlicher Stimmung zu versorgen. Besonders schön hat sich der Stadtteil Akerbrygge herausgeputzt, er hat es natürlich durch die Lage direkt am Oslofjord leicht sich in ein stimmungsvolles Weihnachtsgewand zu kleiden. Meine Lieblinge sind ja immer wieder die beleuchteten Kugelbäume, die überall in Akerbrygge und im Stadtteil Tjuvholmen aufgestellt sind. Ja…..Oslove….. ❤

Zum Schreien schön! Das Munch-Museum!

Nun ja, also das Munch-Museum liegt in einem Stadtteil Oslos, der nicht SO unbedingt zu den schönsten gehört. Nichtsdestotrotz dachte ich mir, dass man Munchs berühmtestes Gemälde, den „Schrei“, vielleicht doch gesehen haben sollte. Ich bin zwar nicht so der Kunstfanatiker und manch einer mag mich gerne dafür erschlagen, dass ich Kunst eigentlich nur nach zwei Kriterien beurteile: gefällt mir und gefällt mir nicht. Aber für sehr bekannte Gemälde bin ich dann doch gerne zu haben. Dass „Der Schrei“ in einem Aufsehen erregenden Raub vor ein paar Jahren am hellichten Tag entwendet wurde, haben die Norweger zum Anlass genommen das Museum mit umfangreichem Sicherungstamtam auszustatten. Mantel, Tasche etc. fährt durchs obligatorische Röntgengerät bevor man sich als Besucher auf die Ausstellung stürzen kann. Diese lohnt sich dann allerdings auch wie ich finde. Munch gilt ja als Wegbereiter des Expressionismus und hat über den „Schrei“ hinaus eine ganze Reihe beeindruckender Gemälde auf die Leinwand gebracht, von großformatigen Gartenszenen bis hin zu zahlreichen Grafiken mit Tiermotiven.

Ja, und „Der Schrei“. Das Gemälde, kaum größer als ein Din A 4 Blatt, hängt exponiert in einem eigenen Raum. Die meisten Besucher bleiben ziemlich lange davor stehen. Kein Wunder, denn es fängt einen sofort ein.

Als leidenschaftlicher NICHT-Museumsgänger finde ich im Munch-Museum, wie in vielen anderen Museen Norwegens, eins gelungen. Die Ausstellung ist auch für Kunstbanausen wie mich im Umfang absolut gut dosiert. Und am Schluss bleibt auch noch Zeit für ein wohlverdientes Stück Schokoladenkuchen im Museumscafé!

Friedensnobelpreis 2014

Zu den persönlichen Highlights zählt für mich dieses Jahr auf jeden Fall, dass ich die Friedensnobelpreisverleihung in Oslo miterleben durfte. Also ich mein, man hat diese Veranstaltung natürlich sowieso auf dem Schirm, da weltweit von ihr berichtet wird, aber Oslo hat schon ein ganz besonderes Flair, wenn der Friedensnobelpreis verliehen wird. Überall wuselt es von Fernsehteams, Rahmenveranstaltungen und dieses Jahr kamen die beiden Preisträger Malala und Kailash dem Hype von Superstars gleich. Allerdings zurecht wie ich finde, denn sie haben großes für den Frieden geleistet. Nebenbei kann man auch wieder mal einen Blick auf die Königsfamilie erhaschen, denn auch die ist natürlich bei der Verleihung anwesend. Zwei Tage feiert die Hauptstadt mit viel Energie . Mein Tipp: wer eine Reise nach Oslo im Dezember plant sollte unbedingt den 10. Dezember als festen Termin einschließen.