Trondheim oder die Stadt, die mit ihren Farben gute Laune macht !

Ok, es wird ja immer gern gestritten, welche Stadt denn die schönste Norwegens ist. Und ich streite auch nicht ab, dass Bergen und Ålesund, die am häufigsten genannt werden, dazu gehören, aber ich finde, dass Trondheim sich definitiv auch einen Platz ganz oben im Städteranking verdient hat. Denn keine kann so bunt wie die drittgrößte von Norwegen. Hast Du schlechte Laune? Dann steig in den Flieger und tue zwei Dinge: Schlendere durch den Stadtteil Bakklandet und gleich danach am Kanalhafen entlang. Erfreue Dich an roten, gelben, blauen und grünen Holzhäusern, atme dreimal tief ein und das Glück ist perfekt! Ja, so leicht geht Glück, also in Norwegen ja sowieso. Nein im Ernst, Trondheim zaubert selbst dem notorischen Griesgram ein Lächeln ins Gesicht. Weil es gar nicht anders geht. Man KANN sich der Trondheimschen Leidenschaft für farbenfrohe Atmosphäre nicht entziehen.

Bakklandet, Copyright: insidenorway

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Kanalhafen und Bakklandet sind somit Pflichtprogramm!  Und da man danach ja bereits im Gute-Laune-Himmel ist holt man sich dazu gleich noch den sportlichen Adrenalinkick, indem man zur Festung Kristiansten hinaufkeucht. Ja, der Weg ist in punkto Steigung wirklich stramm und los geht es gleich inmitten von  Bakklandet. Wer wie ich  der Gibt-es-keinen-bequemeren-Weg-hinauf-Typ ist, dessen Blick fällt unweigerlich auf eine  Vorrichtung gleich rechts des Weges. Den einzigen  Fahrradlift der Welt.  Wer  schon öfter in Norwegen war, weiß, dass die Norweger gern auf liebenswerte Weise alle  Besonderheiten ihres Landes als Superlative deklarieren.  Einzige, größte, nördlichste was auch immer gehören zum  patriotischen Vokabular, aber  ihnen die charmante Übertreibung übelnehmen, bringt man nicht übers Herz.  In punkto Fahrradlift  ist die Bezeichnung aber ausnahmsweise richtig. Ok, das mit der Idee den Lift zum Exportschlager zu machen, ging knapp daneben. Genau genommen wollte ihn keiner, aber Trondheim trägt es mit Fassung und darf sich jetzt eben die Stadt mit dem einzigen Fahrradlift nennen. Zur Zeit ist er geschlossen, aber schließlich sind wir ja noch nicht im Sommermodus. Zu gegebener Zeit werde ich das Ding ausprobieren.

Copyright: insidenorway

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Ohne Lift heißt es also laufen. Nun gut Festungen haben in der Regel die Eigenschaft erhöht über der Stadt zu liegen. Schließlich will man die Feinde früh genug erspähen, wenn sie es auf die Stadt abgesehen haben. 1718, als die Schweden vor den Toren standen, hat das gut funktioniert. Eroberung fehlgeschlagen. Wer heute oben steht, braucht eher weniger nach Eroberern Ausschau zu halten, kann aber dafür auf die Stadt, den Fjord und die Berge schauen. Das macht auch vielmehr Spaß als Feinde abzuwehren. Schaut man auf Trondheim liegt der Fluss Nidelva ausgebreitet, das mit dem Namenshinundher habe ich ja bereits in einem früheren Artikel ausgeführt und deshalb soll es heute unter den Tisch fallen. Der Nidarosdom liegt wie ein Ruhepol in der Stadt, einfach schön dieser Trondheimblick. Schon wieder Glück und so. Man lehnt sich also an eine der Kanonen (die gibt es hier natürlich reichlich) und träumt den Trondheim-Traum. Ok bevor es jetzt in den Romantik-Overkill abdriftet, runter von der Festung. 😀

Copyright: insidenorway

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Da runter ja viel leichter geht als rauf, ist man in null-komma-nix wieder unten in der Stadt. Und wenn man schon da ist, geht ein Abstecher zum Nidarosdom immer. Ich bin ja nicht soooooo der Kirchentyp, aber der Dom ist so imposant, dass auch ein Nicht-Kirchler immer wieder fasziniert ist. An seiner Front drängeln sich die Figuren und jedesmal, wenn ich in Trondheim bin, schaffe ich es, mir ein paar mehr zu merken. Gleich nebenan: das ehemalige bischöfliche Palais. Nun ja, viel ist nicht übrig davon, vieles wurde erneuert, aber die Dimension des Ganzen lässt sich noch erahnen. Bescheidenheit war eher keine Bischofsdisziplin. Aber wer wird heute noch dagegen stänkern. Schließlich wäre ohne Bischof der Dom nicht und damit auch nicht die Wirkung, die er bei jedem erzeugt, der vor ihm steht. Schon wieder Trondheim-Glück.

Nidaros-Dom, Trondheim, Copyright: insidenorway

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Fazit: Norwegen ist nicht nur Fjord-und-Fjell-Glückseligkeit, sondern hält auch in den Städten für den Glückswilligen den ultimativen Glücksfaktor bereit. Ausprobieren! ❤

4 Gedanken zu “Trondheim oder die Stadt, die mit ihren Farben gute Laune macht !

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