Schnee, Sonne, Husky = Glück hoch 3!

Ja, ja, der Winter ist immer noch nicht vorbei. Ich gebe zu, dass es mir letzte Woche ein wenig schwer gefallen ist, mich wieder in das Schneeparadies Nordnorwegen zu begeben. Früüüüüüühling wo bist Du. In Oslo kratzt meine Lieblingsjahreszeit endlich an der Winterhartnäckigkeit. Weg mit der ultradicken Jacke hin zu was leichterem. Aber wenn der Job ruft, ist man in Sachen Wetterbedingungen bekanntlich nicht wählerisch. Umso mehr werden einem Temperaturen um die null Grad versüsst, wenn man den Schnee mit einer Horde Huskys teilen darf. Ich durfte. Diesmal im tief verschneiten Tromsø.

Das Villmarkssenter habe ich ja schon öfter mit meiner Anwesenheit beglückt und zuletzt durfte ich dort im Sommer die neugeborenen kleinen Hündchen streicheln. Zeit um nachzusehen, ob sie sich inzwischen für den Job als Schlittenzieher qualifiziert haben. In den letzten Wochen hält sich an der norwegischen Küste ein hartnäckiges Hoch und die Sonne lacht ungewöhnlich viel vom Himmel herab, ideal also um mit dem Huskyschlitten durch die Landschaft zu sausen. Aber erstmal geht es in die Kinderstube. Die kleinen sind gewachsen, aber immer noch im Flegelalter und jeder, der die Tür zum Gehege öffnet, muss sich ein paar zusätzliche Arme zulegen um die Racker vom Ausbüxen abzuhalten. Schnürsenkel finden sie natürlich auch fabelhaft und es dauert nicht lange bis wir uns im Minutentakt immer wieder die Schuhe zubinden müssen. Ersatzweise nehmen sie aber auch Handschuhe, Kameragurte und was sonst noch im Mäulchen Platz hat, so dass wir uns bald in einer fröhlichen Jagd nach unseren Habseligkeiten wiederfinden. Gut, dass das Gehege nicht allzu gross ist.

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Nach diesem kleinen Fitnessprogramm geht es zu den Schlitten. Zwei Gruppen gibt es heute, die abwechselnd über die Strecke sausen. Da ich der zweiten Gruppe zugeteilt bin, muss ich auf die Ankunft der ersten warten, was fabelhaft ist, denn die Tierchen dabei zu beobachten, wie sie in der Ferne auftauchen und mit den Schlitten heran preschen , ist wunderbar. Acht Hunde pro Schlitten mit einem Bewegungsdrang, dass sie jeden Sportler vor Neid erblassen lassen. Bald taucht der erste Schlitten auf und kaum haben die Hündchen ein paar Minuten Pause, kommunizieren sie in bester Husky-Manier, laut bellend, wo denn nun die hinteren Schlitten bleiben. Die lassen natürlich nicht lange auf sich warten. Die Kommunikation wird allerdings nicht weniger. Wahrscheinlich sind sie genauso voll Adrenalin, wie ihre menschlichen Mitfahrer, die im Schlitten sitzen. Und damit der Umsteigevorgang auch reibungslos läuft, rammen die Musher auch gleich die Anker tief in den Schnee, denn wer will schon versehentlich aus dem Schlitten fallen, wenn man noch gar nicht ganz eingestiegen ist und der Husky denkt, dass Zeit ist, wieder loszulaufen.

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Auch ich bekomme meinen Schlitten zugeteilt und zügig bin ich reisefertig verpackt mit warmen Decken und der wichtigsten Anweisung: Arme und Beine bleiben IM Schlitten. Der ein oder andere Baum und Strauch an der Strecke ist mit heraushängenden Körperteilen zuweilen nicht kompatibel. Los geht’s. Von null auf hundert, zumindest gefühlt. Husky-Level. Wir gleiten auf den Schneemassen dahin. Herrlich. Die fabelhafte Umgebung von Tromsø gibt es gratis mit dazu. Hundeschlitten fahren macht definitiv süchtig. Zwischenzeitlich haben sich diffuse Wolken vor die Sonne geschoben und zaubern ein ganz besonderes Licht. Überwältigend. Zwischendurch halten wir immer wieder an um in der Landschaft innezuhalten und selbst die Huskys scheinen die fabelhafte Szenerie richtig zu geniessen. Nachdem wir uns sozusagen eingefahren haben, wird die Strecke hügeliger. Schliesslich ist es gleichzeitig auch die Trainingsstrecke für die Hündchen und da müssen ja Schwierigkeitsgrade eingebaut sein. Zuweilen hüpft der Schlitten von Pistenbuckel zu Pistenbuckel und ich frage mich, wie man sich als Musher denn so auf dem Schlitten halten kann.

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Viel zu schnell geht die Zeit vorbei, wie immer wenn es so schön ist. Eigentlich will ich gar nicht aussteigen, auch wenn jetzt ein bisschen die Kälte in mir hoch kriecht. Da kommt mir ein heisser Tee gerade recht. Den gibt es im Lavvuu am warmen Feuer und hausgemachten Schokoladenkuchen gleich dazu. Hmmmmmm. Aber die Kalorien, die die Hündchen verbraucht haben, müssen ja auch wieder aufgefüllt werden. 😉

Anyway: wer die Umgebung von Tromsø mit dem Hundeschlitten erkunden will, sollte im Tromsø Villmarkssenter vorbei schauen. Das Vergnügen ist zwar nicht ganz billig, aber die Eindrücke nimmt man im Herzen mit nach Hause. Do it!

Zum Tromsø Villmarkssenter geht’s hier.  

Der 17. Mai – wenn Norwegen sich selbst feiert

Und schon wieder war es gestern so weit. Norwegens Nationalfeiertag stand an. Ich habe mir den Luxus gegönnt ihn gleich in zwei Städten zu feiern. Praktischerweise bin ich wieder mal jobmässig auf der Hurgtigrute unterwegs und das Schiff fährt mich bequem an der Küste entlang. So auch gestern. Nachdem ich letztes Jahr in Honningsvåg so ziemlich die einzige war, die fleißig die norwegische Flagge geschwenkt hat, hatte ich die vage Hoffnung, dass 2017 mehr Nationalfeiertag ist – zumindest da, wo ich mich aufhalte. Wenigstens kann ich so die Oslo-Sehnsucht klein halten, denn für gewöhnlich ist da die ganze Stadt auf den Beinen und man hat zuweilen das Gefühl, dass die norwegische Flagge an diesem Tag zum essentiellen Bekleidungsmodus gehört.

Doch von vorne. Bei uns auf dem Schiff waren jedenfalls die Frühaufsteher gefragt, denn bereits um 6:45 Uhr stand in Harstad der Chor Spalier, der uns mit frühmorgendlichem Gesangsprogramm beglückt hat. Zum Festtag haben alle ihre Tracht, die Bunad, rausgekramt. Dass wir feierlich Norwegens Flagge am Heck gehisst haben, versteht sich von selbst. Kurz durchschnaufen bis Finnsnes. Mittlerweile befinden wir uns mit dem Schiff ja 300km nördlich des Polarkreises und alle schielen natürlich auf den Wetterbericht. Der Norweger ist es gewohnt, dass am Tag, wo er sein Land feiert, eher  bescheidenes Wetter herrscht und er trägt es mit Fassung. Keiner lässt sich von niedrigen Temperaturen diktieren, eine Jacke über die Tracht zu ziehen. Man beißt die Wikingerzähne zusammen. Aber Finnsnes überrascht uns. Die Sonne hat sich überlegt ihre Strahlen zu uns zu lenken.

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Schon beim Anlegen Blaskapellenseligkeit, man könnte meinen das ganze Städtchen hat sich zusammen gerauft um unser Schiff willkommen zu heissen. Mit Schiffsbanner bewaffnet reihen wir uns ein in den Festumzug. Nicht nur viele von der Crew, auch der Großteil der Gäste genießt es durch Finnsnes zu ziehen, zumal den Straßenrand jubelnde Norweger säumen. Auch für mich ein ganz neues Erlebnis, denn in Oslo habe ich bis jetzt eher zu denen gehört, die ebenfalls am Straßenrand Fähnchen schwenkend „hipp hipp hurra“ rufen. Zwischenzeitlich ziehen wir Jacken und darunter befindliche Fleece-Oberteile aus, so warm ist es.  Schließlich sind wir in der Arktis und die ist ja bekannt für T-Shirt-Wetter. 😉 Ablegen um halb zwölf? Das wird heute nichts. Festtag geht vor Pünktlichkeit.

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Nach dem Umzug fahren wir mit halbstündiger Verspätung brav weiter Kurs Nord. Tromsø winkt und wir sind alle gespannt auf das Festtagstreiben hier. Den guten Draht zum Wettergott haben wir allerdings irgendwo auf der Fahrt verloren. Es regnet. Immerhin sind wir so wieder in der 17.-Mai-Wettervertrautheit. Auch hier steht eine Blaskapelle am Kai Spalier und spielt, was das Zeug hält. Den restlichen Platz haben die Tromsøer in Beschlag genommen, sie gieren nach dem Kuchenbuffet, dass bereits im Schiff wartet. An Deck heißt es bald: wegen Überfüllung geschlossen.

Wir hingegen hüpfen gleich in die Stadt, die heute ebenfalls zum bersten voll ist. Auf der Hauptstraße gibt es alles, was das Herz begehrt und viel Kalorien hat, aber wer wird am 17. Mai denn aufs Gewicht achten. Waffeln und Pølser locken an jeder Ecke und natürlich Eiscreme, die heute gefühlt tonnenweise geschleckt wird.

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Im Regen geht es dann auch los zum Kongsbakken. Aufstellen und so. Alle Gruppen sammeln sich hier und lassen sich während des Wartens schon mal nassregnen. Ich wünschte, ich wäre eine Tuba, dann hätte ich eine hübsche Regenhülle. Während ich noch überlege ab jetzt schlecht gelaunt zu sein, geht es auch schon los. Und da mich nach zwei Minuten gleich wieder der Festtagsmodus packt, sind nasse Haare und kalt dann doch ziemlich egal. Auch hier hat sich die ganze Stadt versammelt um dem Zug zuzuwinken. Vom Straßenrand und aus jedem geöffneten Fenster hört man „hurra“. In Tromsø machen wir dann auch die große Runde. Vorbei am Polaria, dem Aquarium der Stadt, wir passieren die Mack-Brauerei und biegen schließlich auf den Marktplatz ein,  auf die Eismeerkathedrale blickend, die am Ende der Tromsøbrücke thront. Ja, so geht 17. Mai.

Nach zwei Umzügen mit winken, rufen und feiern sind wir müde, aber glücklich. Fazit: in zwei Städten den Nationalfeiertag begehen, hat was. Aber auch wer nur in einer Stadt feiert, erlebt etwas besonderes. Ein Volk, das sein Land liebt und das mit Stolz zur Schau trägt. Gratulerer med dagen!

Sonne: aus, Mond: an oder – die Polarnacht steht in den Startlöchern !

Eben noch haben wir die Nächte durchgemacht, weil die Mitternachtssonne einen bis ultimo auf den Beinen hält, und schon naht wieder die Winterdunkelheit. Ja ja, dieses Vorurteil, dass Norwegen kalt und dunkel ist, kann man zumindest im Winter nicht ganz von der Hand weisen. Während Spitsbergen sich schon Anfang November der Dunkelheit ergeben musste, tickt in Honningsvåg noch die Uhr zum Showdown. Ich finde, dass es immer etwas endzeitliches hat, wenn wir kurz davor sind in die Polarnacht eintauchen. Jeden Tag bleibt die Sonne zwanzig Minuten länger in ihrem Versteck, der letzte Tag ist kaum länger als man gucken kann. 22 Minuten und tschüß. Regelmäßig überlege ich, wie es so ist, wenn man wochenlang darauf wartet, dass sich am Himmel wieder etwas tut, denn ich halte mich für gewöhnlich nur eine knappe Woche in Nordnorwegen auf, wenn es heißt: Licht ausgeknipst. Bei uns in Oslo sind die Tage im Winter zwar auch ziemlich kurz, aber immerhin, es gibt sie noch.

Copyright: Tommy Andreassen / www.nordnorge.com / Vestvågøy

Copyright: Tommy Andreassen / http://www.nordnorge.com / Vestvågøy

 Ja, wie isses denn nun während der Polarnacht? Das, was an ihr einfach fantastisch ist, sind die Nordlichter. Natürlich tanzen sie übers ganze Jahr am Himmel, aber um sie sehen zu können, ist Sonnenlicht nicht unbedingt hilfreich. Während der Polarnacht kann man sie also uneingeschränkt genießen, egal zu welcher Uhrzeit sie sich zeigen, ohne dass sie von der Sonne überstrahlt werden. Das funktioniert nicht nur in der Natur, sondern auch in den Städten. Ok, man sollte sich hierzu nicht unbedingt inmitten der beleuchteten Fußgängerzone aufhalten. Blick von außen auf Städte, über denen die Nordlichter toben, funktioniert am besten. Ganz nebenbei lernt man dadurch auch zu schätzen, was einen so nach der Nordlichtjagd wieder aufwärmt: heiße Duschen, heiße Tees, brennende Kamine und Kuscheldecken.

Polarnacht in Hammerfest, Copyright: insidenorway

Polarnacht in Hammerfest, Copyright: insidenorway

Überhaupt ist die Polarnacht die Zeit zum runterfahren. Kein Wunder, denn die Sonne fehlt eben auch dem Körper. Regelmäßig habe ich während der Polarnacht schon um 14 Uhr nachmittags das Gefühl: Zeit zum Schlafen gehen. Das ist vor allem an den Tagen so, an denen noch nicht mal ein Hauch von Dämmerung über den Horizont kriecht. Eben dann, wenn der Himmel sich in ein dichtes Wolkenkleid hüllt. Ganz anders kommt die Polarnacht daher, wenn sternenklares Wetter herrscht. Dann gibt es wenigstens einen Hauch von Tag, einige Stunden dämmert es und man meint, gleich müsse die Sonne über den Horizont gucken. Aber sie ziert sich und verschwindet wieder ins Dunkel.

Manche Städte gefallen mir ja in der Polarnacht am besten. Tromsø zum Beispiel, dass ich anfangs nur in der Dunkelheit kannte, eingehüllt von Schnee, die Eismeerkathedrale zauberhaft angeleuchtet am Ende der Tromsøbrücke thronend. Tromsøs Beinamen „Tor zum Eismeer“ kann man erst dann so richtig fühlen. Genauso geht es mir mit Hammerfest. Ich finde es einfach zauberhaft, wenn man hoch über der Stadt steht und auf die erleuchteten Häuser und die  schneebedeckten Berge blickt.

Copyright: Shigeru Ohki / www.nordnorge.com / Tromsø

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Beim Nordkapp geht es mir ähnlich. Nicht, dass es im Sommer nicht auch zauberhaft ist, aber im Winter darf man sich hier so richtig der Natur stellen. Von der Nordkappinsel Magerøya sieht man natürlich nicht viel, es sei denn Mond, Schnee und sternenklar haben sich überlegt zu einer zaghaften Beleuchtung zusammen zu finden. Am beleuchteten Globus kämpft man mit dem Wind und der Kälte und freut sich darüber, dass man sich entgegen der Polarforscher jederzeit in die warme Nordkapphalle begeben kann. Amundsen und Co. mussten das an andere Stelle über Monate aushalten, fern jeder warmen Dusche.

Fazit: die Polarnacht sollte sich jeder einmal gönnen, es müssen ja nicht gleich volle drei Monate sein. Wer es tut weiß wie es ist das Sonnenlicht zu schätzen. Wenn es wieder kommt. Im Frühjahr. 🙂

Facettenreiches Norwegen auf der Hurtigrute !

Die Septemberreise hatte wirklich alles zu bieten, was eine unvergessliche Tour ausmacht. Von sommerlichen Temperaturen bis Sturm war alles dabei. Die Nordlichter haben uns gleich viermal beglückt. Und so kamen wir zurück, randvoll mit Erlebnissen. ❤

Buchen kann man bei uns übrigens auch. 🙂

Das erste mal oder: wie ein Kayak süchtig machen kann!

Kayaking wollte ich ja schon immer mal ausprobieren. Bisher hatte ich jedoch eher die Vorstellung von umkippen und aus dem Wasser gefischt werden statt elegant durchs Wasser gleiten. Jedenfalls bei meiner eingeschränkten Begabung für alles Sportliche. Aber da es ja bekanntlich auch gemäßigte Gewässer gibt, fand ich, dass es an der Zeit war, sich ans Paddel zu wagen.

Erster Halt: Trondheim. Nun ja, der geübte Wildwasserfahrer wird wahrscheinlich leise in sich hineinlächeln, aber man muss ja beim ersten mal nicht gleich den Ehrgeiz für olympisches Gold entwickeln. Ich fahre also raus aus Trondheim den Fluss Nidelva hoch. Einmal paddeln durch die Stadt finde ich für den ersten Versuch angemessen. Außerdem sehe ich da Trondheim gleich mal aus einer anderen Perspektive. Ok, Kanalhafen und Nidarosdom verändern sich nicht wirklich wesentlich, aber auf dem Wasser sitzend hat es eben doch eine andere Atmosphäre.

Copyright: insidenorway

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Also Schwimmweste an und rein ins Kayak. Die spätsommerlich warmen Temperaturen sind uns wohl gesonnen. Gut, dass wir zu zweit drin sitzen, so hab ich wenigstens jemand mit im Boot, der in der Lage ist, irgendwie geradeaus zu paddeln. Los geht´s und zu meinem Erstaunen: Das Ding liegt doch erstaunlich stabil im Wasser. Ok, ich verzichte auf den Schaukeltest, schließlich will ich erst mal in punkto Koordination der Paddel glänzen, damit wir nicht in Schlangenlinien über den Nidelva straucheln. Doch es geht. Es geht sogar erstaunlich gut. Und so gleiten wir sanft übers Wasser. Schon bald ist der Nidarosdom in Sicht, wir paddeln unter der alten Brücke hindurch, weiter zum Kanalhafen. Herrlich. Da die Sonne sich ins Zeug legt, hat so ziemlich jeder Norweger hier sein Boot rausgeholt und dieselt kreuz und quer mit uns. In Ravenkloa ist schließlich Schluss, meine Oberarme sind sehr dankbar, aber meine Sucht ist entfacht.

Also auf zur zweiten Tour ein paar Tage später in Tromsø. Ok, die Temperaturen sind hier jetzt schon strammer, vor allem die des Wassers. Keine Trondheimbadetemperaturherrlichkeit mehr, sondern Eismeerfeeling. Deshalb heißt es diesmal auch nicht paddeln ohne alles, sondern hübsch verpackt. Als Hitzeknubbel schmeiße ich zwar die Regenjacke ziemlich zügig von mir, aber für den Spritzschutz für die Beine bin ich äußerst dankbar. Die Vorstellung mit klitschnasser 8-Grad-Hose im Kayak zu sitzen ist dann doch nicht mein Favorit.

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Copyright: insidenorway

Von Tromsø aus fahren wir nach Kvaløya und starten von dort zu drei Stunden Paddelvergnügen. Das eiskalte Wasser ist glasklar, unter uns tummelt sich Fisch, Qualle und Alge in trauter Gemeinschaft. Dazu die traumhafte Bergkulisse der Insel. Ich könnte stundenlang über das Wasser gleiten. Jetzt, wo das Rausfallangstproblem passé ist, kann man sich auch auf gleichmäßiges paddeln konzentrieren. Erstaunlich wie viel Wasser man doch zu zweit wegbewegt und mit der Zeit erreicht man doch eine stattliche Geschwindigkeit. Die Angler würden uns am liebsten killen, weil wir ihnen das Frischfischabendessen so ziemlich versauen. Nun ja, die Fische haben uns dafür in ihr Abendgebet eingeschlossen.

Am Ende der Tour bin ich dann aufgrund der frischen Temperatur doch sehr dankbar für heißen Kaffee und Kekse.

Auf jeden Fall steht fest: das war nicht meine letzte Kayaktour. Ab sofort bin ich dem Kayaking verfallen. Auf den Lofoten will ich es wieder tun. Im Kayak. Ohne umzufallen.

Wer in Tromsø gleich loslegen will, findet alle Information auf www.villmarkssenter.no

Spring kiss oder: Die Hurtigrute wird jetzt wieder zur Sonnenrute Teil 1 !

Nordnorwegen hat lange darauf gewartet. Jetzt ist sie wieder da. Die Sonne. Vorbei das Ich-hab-um-14-Uhr-schon-das-Gefühl-dass-es-19-Uhr-ist-feeling. Bevor das Ganze aber in die umgekehrte Richtung läuft, hat man jetzt im Frühjahr auch im hohen Norden so etwas wie ausgewogene Verhältnisse was Tages- und Nachtlänge angeht. Und so sieht man auch wieder  viel mehr von der Landschaft, während man die norwegische Küste mit der Hurtigrute entlang schippert.

Natürlich geht es wie immer los in Bergen. Auch im Frühjahr muss man sich noch damit begnügen die Stadt nur im Dunkeln zu bestaunen, wenn das Schiff ablegt, es sei denn man hat sich noch ein Bergen-Vorprogramm gegönnt. Und eine Mütze auf dem Kopf tut auch noch ziemlich gut, denn die Temperaturen sind noch nicht SO im Im-T-Shirt-an-Deck-Modus. Aber die Vorfreude auf den ersten langen Stopp am nächsten Tag ist schon da. Ålesund winkt. Obwohl der Halt in DER Jugendstilstadt Norwegens so herrlich mitten im Tag liegt und man Ålesund dadurch ganzjährig im Tageslicht bestaunen kann, verändert sich das Licht doch mit dem Frühlingserwachen. Ein guter Moment um den Aksla, den Hausberg, zu erklimmen. Schließlich hat man von dort die ganze Stadt im Blick samt zugehöriger Inseln.

Ålesund, Copyright: insidenorway

Ålesund, Copyright: insidenorway

Man keucht also hinauf. 414 Stufen. Netterweise wurden bei der Renovierung der Treppenstufen überall Haltepunkte eingebaut, auf denen man sich niederlassen kann. Für die Konditionsschwachen. Den besten Blick hat man natürlich von ganz oben. Die Stadt, die Sunnmøre-Alpen, einfach herrlich. Und auch das Hurtigruten-Schiff sieht man am Kai liegen, wo es brav auf die Rückkehr der Reisenden wartet.

Am Nachmittag geht es dann weiter. Kurs Nord. Kurzer Stopp in Molde und Kristiansund und  schon ist Trondheim in Sicht. Tag drei ist Frühaufstehertag. Schließlich legt man um sechs Uhr morgens bereits an. Nebenan liegt Kollege südgehend. Man kann also auf einen Besichtigungssprung rübergehen. Danach: die Stadt erkunden. Für mich persönlich ist Trondheim ja eine meiner Lieblingsstädte, obwohl sie sich auf der Schwelle zur wärmeren Jahreszeit noch nicht entscheiden kann, ob es noch Winter ist oder bereits Frühjahr. Im Winter bin ich ja gerne mit Spikes unterwegs, einfach um sicher zu gehen, dass auch nach dem Spaziergang noch alle Knochen heil sind. Das kann man im Zwischen-den-Jahreszeiten-Zustand getrost vergessen. Wer auf eisfreiem Kopfsteinpflaster schon mal mit Spikes gegangen ist, weiß, wovon ich rede. Man hüpft also von eisfrei zu eisfrei und wendet beim Rest den berühmten Pinguin-Walk an. 😀

Trondheim, Bakklandet, Copyright: insidenorway

Trondheim, Bakklandet, Copyright: insidenorway

„Nebenbei“ bewundert man Kanalhafen, die Altstadt und den Dom. Alles prima. Zurück auf dem Schiff geht es weiter Richtung Polarkreis. Ja, am vierten Tag ist er schon wieder da. Der kleine Globus, der einsam auf einem Felsen steht. Nicht spektakulär, aber er markiert immerhin, dass man sich ab jetzt in Polargefilden bewegt. Das mit den Frühlingsgefühlen ist dann auch spätestens hier vorbei. Anorak, Mütze und Handschuhe und das alles hübsch bis oben zugeschnürt, holen einen ins Winterfeeling zurück. Ja, es ist eben Nordeuropa. Da die Lofoten in Sicht sind, macht das nichts. Schließlich hat die Inselgruppe ihren besonderen Zauber. Das mit dem Ich-will-es-im-Tageslicht sehen fällt aber noch unter: nein. Dafür winkt für den, der in Stamsund aus- und in Svolvær wieder einsteigt, die Chance auf ein Wikingermahl im Lofotr-Wikingermuseum.

Lofotr-Wikingermuseum, Copyright: insidenorway

Lofotr-Wikingermuseum, Copyright: insidenorway

Es gibt derbe Wikingerkost. Lamm, Gemüse und Brot schmecken sensationell und die Portion ist so groß, dass man hinterher nicht mehr „papp“ sagen kann. Das Ganze spült man runter mit Met, das ja so gar nicht mein Fall ist. Süße Getränke mit 25% Sprit schreien bei mir nach dickem Kopf. Für die Nicht-Metler gibt es dafür Wasser. Aber auch ohne Honigwein erfreut man sich an einem Stück Wikingerleben, singen und tanzen inklusive.

Jetzt ist Tromsø dran. Und wie von zauberhand ist man bereits 350km nördlich des Polarkreises. Und hier ist es dann auf einmal auch wieder Winter. Dafür sind die Berge wieder da. Also sie waren ja auch im Winter da, haben sich aber in der Polarnacht verborgen. Jetzt machen sie der Eismeerkathedrale Konkurrenz, die ja im Winter so ziemlich alle Blicke auf sich zieht. Nicht, dass sie bei Tageslicht weniger zauberhaft ist. Sie thront nun einfach in liebevoller Konkurrenz mit Tromsøs Hausberg am Ende der Tromsøbrücke. Wer sich auf selbigen allerdings von der Gondel schaukeln lassen möchte muss noch warten. Sie liegt immer noch im Winterschlaf.

Eismeerkathedrale, Copyright: insidenorway

Eismeerkathedrale, Copyright: insidenorway

Auch der Rest der Stadt will noch am Winter festhalten.  Das beliebte auf-blankem-Eis-laufen-Thema ist wieder da.  Streuen? Ach, woher denn.  Das verdirbt ja auch den Spaß am publikumswirksamen Armrudern. Allerdings scheinen die Norwegerinnen zuweilen ein zusätzliches Gleichgewichtsorgan zu besitzen. Während ich froh über meine Outdoorschuhe bin, flache Sohlen und so, wagt sich die ein oder andere auf High Heels aufs Eis.

Was kommt jetzt? Das Nordkapp natürlich. Und damit wieder Natur pur, Winter deluxe und – Wind. Nach sechs Tagen hat sich das Schiff zum reisetechnischen Bergfest navigiert. Schließlich geht es zum Wendepunkt Kirkenes ja wieder nach Süden obwohl man eigentlich nordgehend ist. Hurtigruten-Geographie.  Kirkenes hat es sich aber einfach  auf der fast gleichen geografischen Breite wie Tromsø gemütlich gemacht.

Aber vom Nordkapp und dem „Dahinter“ wollen wir Euch im zweiten Teil erzählen. 🙂 ❤

Tromsø oder am Nordrand Europas wohnt das Entzücken !

Ja, man ist schon gehörig weit im Norden, wenn man Tromsø besucht, zwei Breitengrade vom Nordkapp entfernt. Als größte Stadt von Nordnorwegen muss man sich ins Zeug legen und das ist Tromsø ziemlich gut gelungen. Ok, jetzt im Winter ist Tageslicht Mangelware, aber immerhin ist die Polarnacht vorbei und die Sonne klettert wieder für gut sechs Stunden über den Horizont. Dabei hat die Stadt eine zauberhafte Atmosphäre, wenn sie unter dem weißen Winterkleid auf den Frühling wartet und bekanntlich sehen Gebäude ebenfalls zauberhaft aus, wenn sie von Scheinwerfern angestrahlt wie im Winterschlaf liegen. In Tromsø gilt das besonders für die Eismeerkathedrale. Sie thront am Ende der Tromsøbrua, die den Inselteil der Stadt mit dem Festland verbindet. Es empfiehlt sich den Bus zu nehmen, wenn man das Kirchlein näher anschauen will, denn zu Fuß zieht sich die Brücke so in die Länge, dass man das Gefühl hat die Kathedrale ist einen Wochenmarsch entfernt.

Copyright: insidenorway

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Ich persönlich bin in ihrer Gestaltung ja zweigeteilt. Von außen finde ich die Eismeerkathedrale außerordentlich gut gelungen, vor allem in angestrahltem Zustand und man sollte unbedingt auch von ihrer Rückseite einen Blick auf sie werfen. Denn da erwartet einen ein herrlich buntes Fenster, das die Kathedrale mit einer Fläche von 140 qm abschließt. Nun gut, dass die Bezeichnung Kathedrale eigentlich nicht zulässig ist, lassen wir mal unter den Tisch fallen. Nur die Bischofskirchen dürfen sich so nennen.

Von innen, ok, sie ist einfach gehalten. Evangelisch-lutherisch eben. Zum Trost: auch die wirkliche Bischofskirche von Tromsø glänzt nicht mit Prunk.

Hafen, Copyright: insidenorway

Hafen, Copyright: insidenorway

Entzückend ist der Rundgang vom Hafen vorbei am Polarmuseum, der kleinen Festung, durch die Innenstadt bis zum Erlebniszentrum Polaria. Aber der Reihe nach. Den Hafen schmücken die typisch bunten Lagerhäuser und fortwährend darf man den Blick auf die Festlandseite genießen. Am Polarmuseum kann man die erste Einkehrpause einlegen. Es ist ebenfalls gleich am Hafen untergebracht und das Herz des Polarinteressierten schlägt hier auf jeden Fall höher. Nun ja, es liegt denn auch nahe, dass 350km nördlich des Polarkreises alles, was mit Polarforschung zu tun hat, zur Hauptthematik der Stadt gehört.

Bei der Festung gleich nebenan, muss man ein wenig Phantasie aufwenden um das Ganze als Festung zu identifizieren. Ziemlich klein und so, aber immerhin gibt es Kanonen.

In der Innenstadt erfreut man sich an der Storgata, die es ja in so ziemlich jeder Stadt gibt. Fußgängerzone eben. Wer mag, kann hier auch gleich einen Blick in die Bischofskirche werfen. Etwas oberhalb thront der Bau der Bibliothek. Sehenswert. Im Winter steht einem der Schnee gelegentlich bis zum Hals, aber praktischerweise hat man ja gleich das Wasser vor der Tür. Schnee-Entsorgung auf norwegisch. Wer sich zwischendurch aufwärmen muss und dem Bier zugetan ist, rastet in der Ølhallen ,  im Winter drängelt sich alles in der Wärme drinnen, im Sommer  biegt sich der winzige Bürgersteig vor dem Biertempel vor durstiger Kehlen.

Polaria, Copyright: insidenorway

Polaria, Copyright: insidenorway

Am Ende der Storgata: Polaria. Hier gibt es alles, was mit arktischer Natur zu tun hat. Allerdings sollte man nicht mit der Vorstellung eines von Gigantismus geprägten Erlebnisparks an die Sache ran gehen. Dann ziehen sich die Mundwinkel immer weiter nach unten. Deshalb: sich bereits draußen vom Zauber des Gebäudes gefangen nehmen lassen, Bartrobben bewundern, im Aquariumtunnel die Fischwelt des Polargebiets bestaunen und den virtuellen Flug über Spitzbergen absolvieren. Dann klappts auch mit der Begeisterung.

Copyright: Frank Andreassen / www.nordnorge.com / Tromsø

Copyright: Frank Andreassen / http://www.nordnorge.com / Tromsø

Wer zum Abschluss noch einmal einkehren will, geht zur Tromsø Jernbanestajson. Ja, die Stadt im Norden ist die einzige, die einen Bahnhof hat, obwohl sie keinen Bahnhof hat. Hä? Ja, ganze 3,48m über N.N. sitzt man gemütlich in Eisenbahnabteilen, lauscht den Fahrplandurchsagen mit nem kühlen Drink in der Hand und genießt die zahlreichen Live-Bands, die hier regelmäßig für Stimmung sorgen. Wer mit Platzangst zu tun hat, hat hier ein Problem, wer nicht, lässt sich von der ausgelassenen Stimmung mitreißen. Feiern auf norwegisch.

Jernbanestasjon, Copyright: insidenorway

Jernbanestasjon, Copyright: insidenorway

Und wem das ganze Dunkel und der Schnee nicht gefallen, der kommt im Sommer wieder, wenn die Sonne immer scheint. In Tromsø, im Paris des Nordens. Doch das ist eine andere Geschichte, von der wir Euch im Sommer erzählen wollen. 🙂

 

Die Hurtigrute oder wie man hurtig zu viel Norwegen kommt – Teil 2

Die Reise auf der Hurtigrute geht weiter. 7. Tag. Kirkenes. Nur zehn Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Ok, Kirkenes ist keine wirkliche Perle, aber das Drumherum macht alles wett. Erstes Muss: das Schneehotel unweit der Stadt. Über Mangel an Winter kann man sich hier nun wirklich nicht beschweren. Bei minus zwanzig Grad kommt man kältemäßig voll auf seine Kosten. Und im Hotel empfindet man die minus vier Grad geradezu als hochsommerlich. Kaum zu glauben, dass das Hotel jede Saison neu aufgebaut wird, nachdem das Tauwetter ihm im Sommer den garaus gemacht hat. Die Zimmer sind zauberhaft gestaltet, jedes hat ein eigenes Thema, lediglich die Betten bestehen nicht aus Eis und der Polarschlafsack hält für die Nacht mollig warm.

Snowhotel Kirkenes, Copyright: insidenorway

Snowhotel Kirkenes, Copyright: insidenorway

Auf dem Gelände des Hotels gibt es aber noch viel mehr zu sehen. Zum Beispiel: Rentiere. Man muss ein bißchen warten bis sich eins blicken lässt. Aber wenn man sie erspäht gerät man in Entzücken. Perfekt an die Kälte angepasst und einen mit großen Augen anschauend. Gleich gegenüber: die Wohnstube der Huskys. Nicht vergleichbar mit unserer Vorstellung eines gemütlichen Wohnzimmers, aber der Husky an sich wohnt eben gern kältebetont. Schließlich will man sich als Schlittenhund jederzeit im kühlen Schnee wälzen können. Husky-Vergnügen. Der Sucht-Schlittenfahrer bricht dann auch hier zu seiner zweiten Husky-Safari auf. Wiederholungstäter und so. Wer keinen Platz mehr ergattert hat, begnügt sich mit zuschauen.

Kirkenes, Copyright: insidenorway

Kirkenes, Copyright: insidenorway

Die Alternative winkt am Nachmittag. Das Schneemobil. Mit PS unter dem Allerwertesten ist der zugefrorene Fjord Trumpf. Durch das norwegische Winterwonderland sausen, die Polarluft einatmen, umrahmt von der rauhen arktischen Landschaft. Das Paradies könnte nicht besser sein.

Dann heißt es: südgehend. Am 8. Tag winkt Hammerfest. „Into the Ice“ sollte man auf der Wintertour unbedingt ausprobieren, nicht nur weil man stilecht in Expeditionsausrüstung der 1910er Jahre unterwegs ist, sondern auch weil man den Hauch einer Ahnung bekommt, wie es sich anfühlt einer arktischen Expedition anzugehören. Eben bewegt man sich noch „trittfest“ auf blankem Eis um einen Schritt weiter kniehoch im Schnee zu versinken. Pioniergeist und so. Logisch, dass man am Gipfel die norwegische Flagge hisst. Den Traumblick auf das winterliche Hammerfest gibt es kostenlos dazu.

Copyright: Dietmar Henrich

Copyright: Dietmar Henrich

Hammerfest, Copyright: insidenorway

Hammerfest, Copyright: insidenorway

Zurück vom Gipfel ist man dankbar für warmen Tee und Suppe im Zelt, obwohl das Feuer in selbigem so einheizt, dass man sich nach fünf Minuten temperaturmäßig in der Karibik wähnt.

Am Abend winkt ein Kulturgenuss. Stopp in Tromsø. Wer sich nordgehend der Huskyschlittenliebe hingegeben hat, bekommt südgehend jetzt die zweite Chance zumindest ein bißchen von der größten Stadt Nordnorwegens zu sehen. Beim Mitternachtskonzert in der Eismeerkathedrale sollte man sich von klassischer Musik entzücken lassen. Das Wahrzeichen von Tromsø thront am Ende der Tromsøbrua, der Tromsøbrücke, und ist in seiner abendlichen Beleuchtung einfach wunderhübsch anzuschauen.

Tromsø, Eismeerkathedrale, Copyright: insidenorway

Tromsø, Eismeerkathedrale, Copyright: insidenorway

An Tag 9 ist das Schiff zurück auf den Lofoten. Genauer gesagt in Svolvær. Nun gut, die Ausflugsmöglichkeiten sind im Winter begrenzt, aber ein Spaziergang zur Halbinsel Svinøya lohnt sich auch im Winter. Stockfischgestelle, Fischfabrik und Rorbuer (die alten Fischerhütten) lassen keinen anderen Schluss zu, als dass Fisch hier ein größeres Thema ist. Dem Stockfisch bin ich ja nicht so außerordentlich zugetan, aber die Atmosphäre auf der Halbinsel nimmt einen gleich gefangen. Wer noch den entzückenden alten Krämerladen besucht unternimmt eine Zeitreise nach Alt-Norwegen.

Svolvær, Copyright: insidenorway

Svolvær, Copyright: insidenorway

An Tag zehn wird der Polarkreis wieder nach Süden überschritten. Das Tageslicht ist zurück, wenn auch erst einmal mit spärlichen drei Stunden, aber immerhin. Zeit für einen Ausstieg in Sandnessjøen. Die Länge des Stopps ist zwar überschaubar, aber für einen Spaziergang am Kai mit ein paar zauberhaften Fotomotiven reicht es. Die Kutter liegen schlafend im eisklaren Wasser vor einer zauberhaften Bergkulisse. Und da die Sonne ja wieder über den Horizont klettert, kann man auf der Weiterfahrt gleich an Deck stehen bleiben um die Bergkette der Sieben Schwestern zu bestaunen. Die sieben Jungfrauen, die vor König Hestmannen flohen, erstarrten hier bei Sonnenaufgang zu Stein. Ja, die Norweger sind eben gekonnt darin die Natur ihres Landes mit Legenden zu bestücken. Und imposant ist die Gebirgskette noch dazu. Der zur Legende zugehörige Torghatten, der berühmte Berg mit dem Loch, verschwindet auf der Wintertour allerdings in der Dunkelheit.

Die sieben Schwestern, Copyright: insidenorway

Die sieben Schwestern, Copyright: insidenorway

Der Trondheim-Fan und Frühaufsteher hat an Tag 11 die zweite Gelegenheit durch die Stadt zu ziehen. Wer um halb sieben am morgen die zwanzig Minuten vom Anleger in Trondheims Zentrum läuft, hat sich kalorienmäßig schon das Frühstück verdient. Hilfreich, denn die Coastal Kitchen, die auf dem Schiff serviert wird, kann man nur schwer ignorieren. Am Ende der Reise hat man sich so ziemlich durch alle Spezialitäten gegessen, die Norwegens Küste zu bieten hat. Das Food-Baby wächst. 😉

Amselben Tag stehen noch einmal Kristiansund und Molde auf dem Programm. Beine vertreten, Hafen genießen, den Ausklang der Reise beweinen.

An Tag 12 ist es soweit. Bergen ist in Sicht. Und verbunden damit der Gedanke, dass man doch eben noch 2.500km nördlicher war. Wo man nordgehend noch dachte, dass man sich gemächlich gen Nordkapp bewegt, hat man südgehend das Gefühl, dass streckenmäßig der Turbo eingeschaltet wird. Wer bei der Einfahrt in Bergen am Bug steht, dem raubt der Wind fast den Atem. Aber zu verlockend ist es zu beobachten wie die Stadt immer näher kommt. Und so kann man sich mit Gedanken an die Reise von seinem Schiff verabschieden. Bis man wiederkehrt. Zur nächsten Tour. Auf der Hurtigrute.

Die Hurtigrute oder wie man hurtig zu viel Norwegen kommt – Teil 1

Die norwegische Küste ist ja mit reichlich Reisekilometern bestückt. Da ist es doch äußerst hilfreich, dass Richard With aus Stokmarknes 1893 sein Dampfschiff an der norwegischen Küste entlang schickte und so die Hurtigrute geboren wurde.

Seit 1898 geht es los in Bergen. Die ganze Strecke bis Kirkenes und zurück zu fahren ist natürlich nicht verpflichtend, aber wenn schon, denn schon. Also hurtig den 12-Tage-Vorrat an Klamotten in der Kabine verstauen und da die Schiffe jetzt im Winter erst um 22:30 Uhr in Bergen ablegen, bleibt noch Zeit für die Erkundung der Stadt. Zumindest rudimentär. Für einen Spaziergang zu den zauberhaften Hansehäusern im Hafen reicht es allemal und vom Regen, der in Bergen ja mehr als gelegentlich vorkommt, lässt man sich einfach nicht in seine Unternehmungslust reinreden.

Beim Ablegen weht ein Hauch von Abenteuer ums Schiff. Schließlich sind es ja auch knapp 2.500km, die man bis zum Wendepunkt in Kirkenes zurücklegt. An Deck stehen im eisigen Wind muss sein. Schließlich ist Norwegen „powered by Nature“ und das will man ja auch spüren. Ok, nach spätestens einer halben Stunde ist man ein wandelnder Eiszapfen und freut sich über die muggelige Wärme im Schiff.

Auslaufen in Bergen, Copyright: insidenorway

Auslaufen in Bergen, Copyright: insidenorway

Das Schiff fährt brav durch die Nacht, während man sich zur ersten Ruhe bettet. Und gleich am nächsten Tag erreicht man eines der Städtehighlights von Norwegen: Ålesund. Ich habe ja schon mehrfach über dieses fabelhafte Städtchen berichtet und in den drei Stunden, die das Schiff am Kai liegt, lässt sich hier alles wesentliche besichtigen. Allem voran natürlich die zauberhafte Jugendstil-Architektur. Und den Aussichtsberg Aksla. Und und und.

Um 15 Uhr geht es weiter. Nach Molde. Hier bleibt man meist ein „An-Deck-Steher“, da das Schiff nur dreißig Minuten am Kai liegt. Dafür hat man einen herrlichen Blick auf das Scandic Seilet Hotel, in der Bauweise ein bißchen in Dubai abgeguckt. Gebaut wie ein Segel und so. Und das Lichtermeer der Häuschen von Molde kann sich auch sehen lassen, auch wenn man die Romsdalsalpen im Winter nur erahnen kann. Am Abend läuft man in Kristiansund ein. Für mich eine der schönsten Hafeneinfahrten überhaupt. Auch im Winter oder vielleicht gerade da. Die Lichter kommen immer näher, das Schiff zieht vorbei an Häusern und Hafengeschehen. Herrlich! Den arktischen Wind muss man eben einfach ertragen.

3. Tag. Also das mit dem frühen Vogel ist mir ja normalerweise eher egal, aber an diesem Tag ist Frühstück um 7 Uhr eine echte Option, weil man sich in Trondheim dann so richtig austoben kann. Die Stadt ist ja überhaupt zauberhaft und für mich auch eine der Favoritenstädte.

Nidaros-Dom, Trondheim, Copyright: insidenorway

Nidaros-Dom, Trondheim, Copyright: insidenorway

Der Dom ist einfach immer wieder imposant und wer den kurzen steilen Weg nicht scheut, erklimmt die stadteigene Festung Kristiansten, traumhafter Blick über Trondheim inklusive. Klar, dass man auch am Kanalhafen vorbei schaut, wo man bei den bunten typischen Lagerhäusern gleich in Verzückung gerät. Norwegisch heimelig. Gleiches in der zauberhaften Altstadt, wo sich die Holzhäuschen dicht an dicht schmiegen und das Auge mit allen Farben erfreuen.

Trondheim, Altstadt, Copyright: insidenorway

Trondheim, Altstadt, Copyright: insidenorway

Nach einigen Häfen, die man genüsslich in der Nacht verschläft, erreicht das Schiff am 4. Tag Bodø. Ich persönlich favorisiere den Ausflug zum Saltstraumen, schließlich ist man nicht jeden Tag an so einem gewaltigen Gezeitenstrom. Im Winter gewinnt der, der die superwarme Jacke im Gepäck hat, denn hier weht zu dem reißenden Strom ein Wind, dass es einem die Haare vom Kopf weht. Powered by Nature eben. Wer sich vom Schnee, der einem wie kleine Messer ins Gesicht schneidet, nicht beeindrucken lässt, genießt den Ausblick auf die Strömung gleich unter Brücke, die über den Saltstraumen führt. Die Angelfreunde, die hier sonst zahlreich anzutreffen sind, halten sich bei diesem Wetter eher mit ihrer Anwesenheit zurück. Wahrscheinlich verharren die Fische sowieso irgendwo im „Winterschlaf“. 😉

Saltstraumen, Copyright: insidenorway

Saltstraumen, Copyright: insidenorway

Das mit dem „hell“ hat sich ab hier dann auch erledigt, denn mittlerweile befindet sich das Schiff schon nördlich des Polarkreises. Obwohl: viele denken ja, dass Polarnacht gemeinhin bedeutet, dass der ganze Tag so stockfinster ist wie die Nächte. Aber auch in der Polarnacht kann man tagsüber auf Dämmerung hoffen. Mehr ist allerdings nicht drin. Bei wolkenfreiem Himmel hat man aber immerhin das Gefühl man lebt nicht in völliger Dunkelheit. Dafür bekommt man in dieser Jahreszeit aber auch die spektakuläre Lightshow der Nordlichter dazu, vorausgesetzt natürlich, dass der Himmel gnädig ist und die Wolken woanders hinschickt. Das Schiff hält sich aber so lange in der Nordlichtzone auf, dass es schon mit dem Teufel zugehen muss, wenn man keine zu Gesicht bekommt.

Nächster längerer Stopp ist Tromsø. Davor gibt es zwar noch einen einstündigen Aufenthalt in Svolvær auf den Lofoten, aber das soll aufgrund des längeren Stopps auf dem Rückweg hier mal unter den Tisch fallen. Auf der Winterfahrt gilt es sich in Tromsø zu entscheiden: Trip durch die Stadt oder auf zur Hundeschlitten-Tour. Mein klarer Favorit: die Hundeschlitten-Tour. Das Wahrzeichen von Tromsø, die Eismeerkathedrale, lässt sich auch auf dem Rückweg, wenn das Schiff wieder südgehend ist, noch bestaunen.

Also Hundeschlitten. Warm eingepackt mit allem, was dazu gehört. Vom Schlitten aus genießt man den atemberaubenden Blick auf die eisige Natur und auch wenn es bei der Tour dunkel ist, ist die Atmosphäre einzigartig. Mit der Stirnlampe unter Sternenhimmel auf dem Schnee dahin zu sausen hat was!

Copyright: Janina Graf

Copyright: Janina Graf

Müßig zu erwähnen, dass man am Ende des dreistündigen Ausflugs süchtig ist. Süchtig nach dem Einssein mit der Natur, der Kraft der Huskys, ja sogar süchtig nach der Kälte. Gut, dass man am Wendepunkt in Kirkenes nochmal darf – wenn man einen Platz ergattert. Der Suchtfaktor befällt nämlich so ziemlich jeden.

An Tag 6 erreicht das Schiff Honningsvåg. Das Nordkapp ist nahe. Der Ausflug zum Felsplateau mit dem Globus ist Pflicht. Wenn man schon bis hier gekommen ist, will man schließlich auch gen Nordpol auf die Barentssee schauen. Durch die Polarnacht geht es mit dem Bus weiter nach Norden. Und weil im Winter das letzte Stück der Straße gesperrt ist, fährt man in der Kolonne, so wie es in Norwegen wintertypisch ist. Der Schneepflug vorne weg, alle Busse und Autos hinterher. Wer die Kolonne verpasst muss draußen bleiben.

Am Nordkapp weht – wie sollte es anders sein – der kräftige Winterwind. Nie war man dankbarer für Mütze und Handschuhe. Trotz eisiger Kälte steht man andächtig am gusseisernen Globus und schaut in die eisige Polarnacht hinaus auf die Barentssee. Überwältigend. Wer hier noch Nordlichter erlebt ist im Norwegenhimmel.

Nordkapp, Copyright: insidenorway

Nordkapp, Copyright: insidenorway

7. Tag. Schon ist der Wendepunkt der Reise erreicht. Bereits jetzt ist man randvoll mit Erlebnissen. Aber auch im zweiten Teil hält die Reise einiges bereit. Doch davon wollen wir Euch das nächste mal erzählen. To be continued…… 🙂

Fjordidylle? – in Norwegen gibt es auch Städte! Ja ok, die Natur ist immer dabei.

Für manch einen ist die Existenz von Städten in Norwegen eine Überraschung. Denn kaum jemand fährt wegen der Städte dorthin, Oslo vielleicht ausgenommen. Die meisten sind eher durch Fjorde, Angeln, Berge, Wandern oder was man eben sonst so in der Natur macht, motiviert nach Nordeuropa aufzubrechen. Ok, Mitternachtssonne und Polarlichter sind auch ein Thema. Aber es gibt sie tatsächlich. Städte in Norwegen. Und darunter einige wirklich sehenswerte. Bei mir hat sich ja im Laufe der Zeit so etwas wie eine Städte-Highlight-Liste manifestiert. Obwohl es zuweilen schwierig ist alle Städte miteinander zu vergleichen, weil sie so unterschiedlich sind, schon allein der extrem unterschiedlichen geographischen Lage wegen.

Mein Liebling ist und bleibt ja Oslo, weil es sich dort nicht nur wunderbar leben lässt, sondern weil die Hauptstadt an Dynamik nicht zu übertreffen ist, trotz der Größe einen Mega-Gemütlichkeitsfaktor hat, viel Kultur, viel Freizeitvergnügen, eben von allem das meiste in Norwegen. Hauptstadt eben. Jeder fünfte Norweger lebt hier.

Oslo, Copyright: insidenorway

Oslo, Copyright: insidenorway

Aber da gibt es ja noch mehr. Eine meiner Lieblingsstädte ist ja nach wie vor Bergen in der Provinz Hordaland und so ziemlich das größte Regenloch des Landes – obwohl: hatte ich bei meinen Besuchen immer nur Wetterglück oder stimmt das mit der regenreichsten Stadt Europas gar nicht. 😉 Regen hin oder her, die Stadt hat ne Menge zu bieten, von den berühmten Hansehäusern über den Fischmarkt, Aussichtsberge, Hurtigruten, Museen und und und. Und auch das Umland kann sich sehen lassen. Der Hardangerfjord liegt in der Nähe…..ups….doch schon wieder Natur. Ich glaube, genau DAS macht den Reiz der meisten Städte in Norwegen aus. Wenn man vom Trubel genug hat, kann man ruckzuck in der Natur auftanken. Und zwar in Natur der Marke „Atemberaubend“.

Nicht ganz so weit von Oslo liegt ja noch Lillehammer. Irgendwie wird die Stadt gerne vergessen stelle ich fest, die meisten erinnern sich gerade noch, dass da mal olympische Winterspiele waren. 1994. Aber das ist ja schon zwanzig Jahre her. Den Olympia-Park kann man natürlich heute noch besichtigen, im Sommer steht die Anlage ein bißchen traurig herum, nun gut, Skisprungschanzen beeindrucken eben am meisten im schneebedeckten Zustand. Die herrlich bunten Holzhäuser in der Innenstadt sind allerdings zu jeder Jahreszeit ein Highlight und erst recht der 117km lange Mjøsa-See, an dessen Nordufer die Stadt liegt. Merke: schon WIEDER Natur. 😉

Lillehammer

Lillehammer

Wechseln wir an die Westküste. Gut 300km nördlich von Bergen liegt Ålesund, definitiv auch einer meiner Favoriten. Hier gibt es Jugendstil bis zum Abwinken, den Atlantic Sea Park, die Stadt verteilt sich auf mehrere Inseln und nicht zu vergessen: die blaue Stunde. Im Grunde bezeichnet die „blaue Stunde“ nichts anderes, als dass das Blau des Himmels seine spektrale Zusammensetzung ändert. Physikalisch unromantisch und überall auf der Welt vorkommend, aber in Ålesund ist sie eben besonders zauberhaft. Für die Natur-Unersättlichen: der Geirangerfjord liegt vor der Tür.

Noch weiter nördlich liegt Trondheim. Der Stadt ist in unserem Blog ja schon ein eigener Artikel gewidmet. Nidaros-Dom, Stiftsgården (das größte Holzpalais Skandinaviens) und Kanalhafen gehören zum Pflichtprogramm.

Blaue Stunde in Ålesund, Copyright: Per Eide/visitnorway.com

Blaue Stunde in Ålesund, Copyright: Per Eide/visitnorway.com

Noch weiter nach Norden geht es. 350km nördlich des Polarkreises lockt Tromsø. Wahrzeichen ist die Eismeerkathedrale und sie ist auch unübersehbar. Außerdem ist der nördlichste botanische Garten der Welt ein Muss, alles, was in anderen Botanischen Gärten vor Wärme umkommt, erfreut sich hier regen Wachstums. Und dann Polaria, arktisches Aquarium, das einen in die Tierwelt der Arktik entführt, für alle, denen es zu kalt ist selbst im Polarmeer rumzutauchen. 😉

Schluss ist mit Norden allerdings noch nicht. Aber die Städte, die in Richtung Pol jetzt noch ausstehen, können flairmäßig ihre geographische Lage nicht verleugnen. Ich stelle fest, das Stadtfeeling nach Norden ab- und Natur eindeutig zunimmt. In Kirkenes zum Beispiel. Ja die Stadt an sich kann man keine architektonische Perle nennen und norwegisches Bilderbuchflair? Nein, nicht wirklich. Eher Grenzfeeling. Bis Finnland sind es 35km, bis Russland nur 10km. Gut, also wir schwenken wieder in die Naturaktivitäten. Und die sind erstklassig. Schneemobil, Flussboot, Quad, Wander- und Angeltouren, Königskrabbensafari, Eisfischen und Hundeschlitten. Langweilig wird es nicht. Im Sommer kommt die Mitternachtssonne hinzu, im Winter die Polarlichter. Das teilweise städtebauliche Grauen denkt man sich weg. 😉

Königskrabbensafari bei Kirkenes, Copyright: Terje Rakke/Nordic Life - Visitnorway.com

Königskrabbensafari bei Kirkenes, Copyright: Terje Rakke/Nordic Life – Visitnorway.com

Ja und jetzt? Jetzt ist Europa zu Ende. Moment, nein da ist noch was. Etwas, das ganz einsam im Nordpolarmeer liegt, eine Inselgruppe, die wie ich finde zu den norwegischen Highlights gehört. Spitzbergen. Oder Svalbard, wie es in Norwegen heißt. Natürlich gibt es auch hier eine Stadt, mit dem abenteuerlichen Namen Longyearbyen, eine der nördlichsten Städte der Erde. Mit dem Prädikat „Stadt“ ist dann aber auch schon alles über Longyearbyen gesagt, der Bergbaufreak ergötzt sich an den alten Bergbauzechen. Alle anderen ergötzen sich an der Natur. Also das mit dem „Stadt ohne Natur“ scheint in Norwegen nicht zu gehen. 😉 Aber man befindet sich hier ja auch wirklich, wo sich die Polarfüchse nicht nur sprichwörtlich gute Nacht sagen. Ebenso die Eisbären, Svalbard-Rentiere und Svalbard-Gänse.

Longyearbyen, Spitzbergen

Longyearbyen, Spitzbergen

Fazit: Stadt und Land lassen sich in Norwegen eben doch nicht so richtig trennen. Das ist der Zauber des Landes. Der Glamourfaktor nimmt nach Norden immer weiter ab. Und über den Norden da sagte einmal ein Norweger zu mir: Landsbygda er ikkje for sveklingar! (Die Landschaft ist nichts für Weicheier) Das sind wohl wahre Worte und ein Grund über seinen Weichei-Faktor hinauszuwachsen. Die Belohnung: ein erfülltes Norwegen-Herz!