17. Mai – Norwegen im Ausnahmezustand oder ein Meer von Flaggen

Der Nationalfeiertag. Das Heiligtum des Norwegers. Und ja. Ich stimme zu! Wer einmal das Vergnügen hat den 17. Mai in Norwegen zu verbringen, bekommt gleich die Überdosis Nationalstolz. Wir in Oslo kosten das Spektakel so richtig aus, nicht nur, dass wir den Vorzug haben den König vom Balkon des Palastes winken zu sehen, nein: ich behaupte, dass auch die größte Anzahl an Nationalflaggen an diesem Tag in Oslo zur Schau getragen wird.

Copyright: insidenorway

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Wer um acht Uhr morgens am Verfassungstag unterwegs ist kann sich der Atmosphäre nicht entziehen, die über der Stadt und über ganz Norwegen schwebt. Überall wuselt es, jeder hat seine Tracht, die Bunad, hervorgeholt. Die Nationalfarben heften in Form einer Schleife an der Brust. Jeder hat sich fein gemacht. Wer nicht in Tracht aufmarschiert, schmeißt sich wenigstens in seinen besten Anzug. Die besten Plätze sind natürlich am Königspalast. Aber auch entlang der Karl Johans Gate, die sich ebenfalls in Nationaltracht in Form von Exzessivbeflaggung geworfen hat, hat man einen traumhaften Blick, denn man schaut von dort auf den gesamten Umzug bis hin zum Schloss.

Copyright: insidenorway

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Wen der Hunger plagt, der kauft Waffeln oder Hotdogs an den Ständen, die über Nacht wie Pilze aus dem Boden gewachsen sind. Jeder, der im heimischen Backofen das ein oder andere Stück Kuchen bereitet, verkauft es auf der Straße an naschwütige Zaungäste. Bis spät zum Abend ist alles auf den Beinen, vertanzt sich im Schlosspark, trinkt ein Glas in den zahllosen Restaurants, die sich ebenfalls ins Nationalgewand gekleidet haben. Auch Busse und Taxis folgen diesem Beispiel und tragen brav zwei Nationalflaggen. Wer nicht privat weiterfeiert genießt die Atmosphäre, die über Oslo liegt, genießt am Hafen den Blick auf seine Stadt oder schlendert durch Akerbrygge und Tjuvholmen.

Die Vielfalt der Bunads, Copyright: insidenorway

Die Vielfalt der Bunads, Copyright: insidenorway

Am 18. Mai ist jedoch alles schneller weggeräumt als man gucken kann. Ich frage mich jedes Mal, ob es irgendeinen Zauberspruch gibt, der die ganze städtische Deko in null komma nix wegzaubert. Wie es auch ist: der 17. Mai gehört zu meinen absoluten Top-Erlebnissen in Norwegen.

Also ausprobieren! Am 17. Mai! 2016! 🙂 ❤

2 Gedanken zu “17. Mai – Norwegen im Ausnahmezustand oder ein Meer von Flaggen

  1. Hallo,
    diesen Tag muss man erleben.
    Und wir haben ihn zum ersten Mal erlebt. Das wird sicher nicht der sein den wir besuchen werden.
    Wir hoffen das nächstes Jahr das Wetter besser ist.
    Aber es gibt ja bekanntlich kein schlechtes Wetter sondern nur schlechte Kleidung.
    Aber es ist bewundernswert wie die Norweger ihren Feiertag begehen. Viele Flaggen, gut gekleidete Norweger und tolle Trachtenträger.
    Ein schöner Bericht ich habe es gerne gelesen.

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